Theaterstück im Kindergarten „Regenbogen“ in Kleinenkneten

Gymnasiasten sagen dem Zucker den Kampf an

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Mit ihrem Projekt wollen die Zwölftklässler die gesunde Ernährung von Kindern fördern. Die Schüler besuchen das Berufliche Gymnasium mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege. 

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Dass zu viel Zucker die Zähne zerstört und zu Übergewicht führen kann, weiß eigentlich jeder. Aber Eltern wissen auch, dass es oft eine Herausforderung ist, Kinder vom Naschen abzuhalten. Derzeit werkeln 23 Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Wildeshausen an dem Projekt „Wie viel Zucker braucht ein Kind?“, das Müttern und Vätern, aber auch Erziehern helfen soll, den Zuckerkonsum von Mädchen und Jungen zu verringern.

Die Zwölftklässler mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege werden bei ihrem Vorhaben von der Gesundheitsregion im Landkreis Oldenburg mit 1 000 Euro unterstützt. Mit dem Geld gestalten die 18- bis 19-Jährigen eine eigene Homepage, planen ein 15-minütiges Theaterstück, lassen Bücher sowie Plakate drucken und entwerfen Spiele. Anders als bei Projekten der zwölften Jahrgänge in der Vergangenheit geht es dieses Mal darum, dauerhaft über das Thema zu informieren und es in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Bis Mitte Juni, wenn das Schuljahr endet, soll alles fertig sein. Deswegen stehen die Schüler, die jede Woche sechs Unterrichtsstunden zu diesem Projekt haben, zurzeit vorm Endspurt. „Wir sind optimistisch“, setzt Lehrerin Jasmin Afken Vertrauen in ihre Schützlinge. Kollege Ralf Röhl steht ihr und den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.

Schüler veröffentlichen Tipps und Rezepte auf der Homepage

Die Hauptarbeit müssen aber die Teenager erledigen. Malte Kröger, Dustin Finkenzeller (beide 18) und Jan-Ole Reinking (19, alle aus Wildeshausen) befassen sich mit der Homepage. Das grundsätzliche Design steht. Neben theoretischen Infos sollen die Eltern dort auch praktische Tipps und Rezepte finden, zum Beispiel Ketchup zum selbermachen, um keine stark gezuckerte Variante im Supermarkt zu kaufen. Geplant ist auch eine Online-Umfrage, „damit wir wissen, was gut ist und was nicht so richtig funktioniert“, informiert Kröger.

Seine Mitschülerinnen Mia Bled aus Klein Köhren und Cyntia Weete (beide 18) aus Vossberg bereiten Spiele und Bilderbücher vor, die allen Kindergärten der Gesundheitsregion zur Verfügung gestellt werden können. „Es handelt sich um eine Ernährungspyramide, die zeigt, wovon die Mädchen und Jungen viel und wovon besser wenig essen sollten“, erklärt Bled das Spiel. Die Kinder sollen die Nahrungsmittel den Stufen zuordnen. Das Fundament der Pyramide besteht aus Wasser, es folgen Gemüse und Obst. Die schmale Spitze besteht hingegen aus nur einem Schokoladenbonbon.

„Es ist wichtig, den Zucker nicht zu verteufeln“

Damit orientieren sich die Schüler am Konzept von Lehrerin Afken. „Es ist wichtig, den Zucker nicht zu verteufeln“, betont diese. „Kinder dürfen auch mal naschen. Aber in Maßen“, findet die Pädagogin. Wie ihre Schützlinge sich geschlagen haben, ist zum ersten Mal am Freitag, 1. Juni, im Kindergarten „Regenbogen“ in Kleinenkneten zu sehen. Dann führen Schüler ein Theaterstück mit Handpuppen auf und zeigen, welche Gefahren zu viel Zucker mit sich bringt. Und bis dahin feilen die Gymnasiasten noch an ihrem Projekt.

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