Kinder sollen ihre Umwelt besser kennenlernen

Grundschule Gut Spascher Sand als erste Naturparkschule ausgezeichnet

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Das neue Schild brachten Anne Flenker, Carsten Harings, Björn Thümler, Susanne Klein und Rolf Eilers (v.l.) zusammen mit Schüler an der Tür zur Aula der Grundschule Gut Spascher Sand an. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Grundschule Gut Spascher Sand ist die erste Naturparkschule in der Wildeshauser Geest. Am Freitag überreichte der Geschäftsführer des Naturparks, Rolf Eilers, die Ernennungsurkunde. Zusammen mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, wurde dann an der Eingangstür zur Aula ein entsprechendes Schild befestigt.

„Heute ist ein großer Tag für uns“, betonte Susanne Klein als Leiterin der Grundschule. Sie bestellte gleichzeitig einen Gruß von Renate und Wolfgang Rixen. Das Schulgründerehepaar ließ aus Kanada ausrichten, dass es sich sehr über die Auszeichnung freut.

Die Idee, dass die Spascher Schule das Zertifikat verdienen könnte, hatte Anne Flenker, Regionalmanagerin im Landkreis Diepholz und Mutter einer Schülerin in Spasche, gehabt. „Wir sind zwar die erste, aber mit Sicherheit nicht die letzte Naturparkschule in der Wildeshauser Geest“, betonte Klein, die bei der Umsetzung des Projektes auf die Unterstützung von Iris Gallmeister vom Naturpark Wildeshauser Geest setzen konnte.

„Doch was bedeutet die Auszeichnung?“, fragte Klein die Schüler. Diese hatten im Rahmen einer Projektwoche schon einige Antworten gesammelt: Es soll in die Natur gehen, in Wälder, an Flüsse, in Museen und zu interessanten Orten.

„Wir verpflichten uns, regelmäßig unterwegs zu sein“, erklärte Klein. Dafür gebe es wöchentlich einen Entdeckertag an der Schule, an dem „wir die Natur kennen und wertschätzen sowie lieben lernen“.

Eilers betonte die „besondere Landschaft“ in der Wildeshauser Geest, die von der „besonderen Schule“ erkundet werden soll. „Ihr werdet mehr über Natur, Kultur und Heimat erfahren“, kündigte er den Schülern an. In die gleiche Kerbe schlug Thümler, dessen Tochter Antonia die erste Klasse der Grundschule besucht. „Das ist ein ganz tolles Konzept“, lobte er. „Ihr macht die Tür weit auf in die Natur.“ Der Minister für Kultur wies darauf hin, dass Natur und Kultur ohnehin nicht voneinander zu trennen seien. Es sei schön, wenn die Kinder Bäume und Tiere unterscheiden lernen – was viele Erwachsene gar nicht mehr könnten.

Für Landrat Carsten Harings war wichtig, zu bemerken, dass „wir unsere Natur schätzen und lieben lernen“. Für ihn sei es beispielsweise unverständlich, wenn Zeitgenossen haufenweise Reifen in der freien Natur entsorgen würden. Wer die Natur liebe, würde so etwas nicht tun, ergänzte Harings.

Die Veranstaltung wurde vom Schülerchor und jungen Musikern unter anderem mit Dudelsäcken umrahmt. Die Leitung hatte Anja Lüers, die mit den Kindern vor wenigen Tagen beim Musikwettbewerb „Klassen musizieren“ den zweiten Platz belegt hatte. Nach dem letzten Ton ging es für die Mädchen und Jungen nach draußen in die Sonne, denn dort startete der „Spascher Sommer“ mit einigen Angeboten.

Grundschule Gut Spascher Sand: Erste Naturparkschule in Wildeshauser Geest

 © Rohdenburg
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