Neue Verkehrsregelung bei der Holbeinschule

Wildeshausen: Gegen Elterntaxis und für Fahrräder

Auf der auf dem Bild rechten Seite der Holbeinstraße darf künftig nicht mehr geparkt werden.
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Auf der auf dem Bild rechten Seite der Holbeinstraße darf künftig nicht mehr geparkt werden.

Die Stadt Wildeshausen regelt den Verkehr rund um die Holbeinschule neu: Für Elterntaxis gelten strenge Regeln, während Radfahrer besser gestellt werden.

Mit einer groß angelegten Veränderung der Verkehrsströme und -regeln versucht die Stadt Wildeshausen, die Situation rund um die Holbeinschule zu entspannen. Betroffen ist nahezu der ganze Bereich, der sich östlich der Pestruper Straße und südlich der Schillerstraße befindet. Grund sind die vielen Elterntaxis, die jeden Tag an der Holbeinschule und der benachbarten St.-Peter-Schule vorfahren. Mit der Umsetzung der im Herbst vergangenen Jahres beschlossenen Maßnahmen soll in diesem Monat begonnen werden, teilte die Stadt auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Die Goethestraße wird zur Einbahnstraße in Richtung der Holbeinschule.

Obwohl noch kein einziges neues Schild aufgestellt wurde, sind einige Anwohner aber schon jetzt mit der Informationspolitik des Stadthauses unzufrieden. Die Verwaltung hatte auf die angekündigte öffentliche Veranstaltung, während der auch Fragen hätten gestellt werden können, verzichtet. „Wir wollten in der Pandemie-Zeit keine größere Veranstaltung planen“, sagte Lena Depken aus dem Stadthaus. Während der Planungen sei der Inzidenzwert deutlich höher als jetzt gewesen. Außerdem habe die Stadt eine Vorbildfunktion. „Es war uns aber auch klar, dass ein einfaches Anschreiben nicht reicht“, so Depken. Deswegen wurde ein dreiseitiger Flyer erstellt, der eine Karte des betroffenen Gebiets und eine Erklärung zu den Änderungen umfasst. Dieser ist aber – warum auch immer – zum Beispiel bei der Holbeinschule nicht angekommen. Am Mittwoch wusste Rektorin Inke Bajorat nicht, dass die geplanten Veränderungen nun umgesetzt werden sollen.

Konkret geht es dabei um folgende Schritte, wie sie von der Stadtverwaltung im Flyer beschrieben werden:

Fahrradzone

Der rot umrandete Bereich wird zur Fahrradzone. Dort dürfen nur Anlieger mit Kraftfahrzeugen fahren.

Das gesamte Wohngebiet zwischen der Schiller- und der Pestruper Straße wird als Fahrradzone eingerichtet. Radler dürfen nebeneinander auf der Straße fahren. Der Radverkehr darf weder behindert noch gefährdet werden. Autos müssen sich der Geschwindigkeit der Radler anpassen und dürfen nur überholen, wenn sie dabei 1,50 Meter Sicherheitsabstand einhalten können. Außerdem dürfen nur Anlieger mit Kraftfahrzeugen in das Gebiet fahren. Diese werden wie folgt definiert: Bewohner und Personen, die mit Grundstückseigentümern oder Bewohnern in Beziehung treten wollen. Auch Besucher und Lieferanten dürfen also in das Gebiet fahren.

Hol- und Bringzone

Diese Fläche zwischen der Adolf-Menzel-, Goethe-, Alexander- und Uhlandstraße wird zur Hol- und Bringzone.

Die viereckige Grünfläche zwischen Adolf-Menzel-, Goethe-, Alexander- und Uhlandstraße dient als Hol- und Bringzone für Schüler. Sie wird mit Fußwegen versehen. Und von dort gehen die Kinder die letzten paar Hundert Meter zu Fuß zur Schule. Die Straßen rund um die Grünfläche werden aus Sicherheitsgründen als Einbahnstraßen ausgewiesen. Außerdem wird es einen Zebrastreifen zum sicheren Queren geben.

Goethe- und Holbeinstraße

Die Goethe- und die Holbeinstraße werden als Einbahnstraßen in Richtung St.-Peter-Straße ausgewiesen.

Die Goethe- und die Holbeinstraße werden als Einbahnstraßen in Richtung St.-Peter-Straße ausgewiesen. Für Radfahrer gilt eine Ausnahme. Beide Straßen sind montags bis freitags von 7 bis 14 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt. Lediglich Anlieger dürfen die Straßen befahren. Außerdem gilt auf der linken Seite der Holbeinstraße in Richtung St.-Peter-Straße ein absolutes Halteverbot. Dort parken zurzeit zum Beispiel Lehrer. Zusätzlich wird von der Hol- und Bringzone bis zum Schulgebäude ein Sonderweg für Fußgänger auf der Fahrbahn markiert.

St.-Peter-Straße

Die St.-Peter-Straße wird als Einbahnstraße ausgewiesen, die nur in Richtung Alexanderstraße befahren werden darf. Für Radfahrer gilt eine Ausnahme. Auf Höhe des Schulgebäudes besteht montags bis freitags von 7 bis 14 Uhr ein absolutes Halteverbot.

Alexanderstraße

Auf der Alexanderstraße gilt montags bis freitags von 7 bis 14 Uhr beidseitig zwischen der St.-Peter- und der Goethestraße ein absolutes Halteverbot.

Mit der Neuordnung des Verkehrs setzt die Verwaltung einen Beschluss aus dem Herbst 2020 um. Der zugrunde liegende Antrag stammt von den Grünen und den Piraten. Die Umsetzung ist allerdings von einem Verkehrsexperten konzipiert und erweitert worden. Das Ganze gilt als Leuchtturmprojekt in Sachen Fahrradverkehr.

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