Warnung vor Panikmache

Corona-Ausbruch bei Geestland: „Herber Rückschlag für Wildeshausen“

Das Geestland-Gelände in Wildeshausen.
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Das Unbehagen ist groß, weil bei Geestland gehäuft Corona-Infektionen aufgetreten sind.
  • Dierk Rohdenburg
    vonDierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Anlässlich der gestiegenen Infektionszahlen warnen Landrat Carsten Harings und Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski vor panikartigen Reaktionen. „Leider ist die Pandemie noch nicht überwunden“, so Harings in einer Mitteilung. „Wir sind alle nach wie vor aufgerufen, achtsam zu bleiben und weiterhin die empfohlenen Verhaltensmaßnahmen anzuwenden. Hierzu zählen insbesondere, den notwendigen Abstand untereinander einzuhalten.

„Der erneute Ausbruch des Coronavirus ist schon ein herber Rückschlag für unsere Stadt, nachdem in den vergangenen Wochen ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen war und zuletzt keine Fälle mehr registriert wurden“, so Kuraschinski. „Umso bedauerlicher ist natürlich der aktuelle Neuausbruch in der Stadt. Dieser zeigt uns, wie anfällig die langwierig errungenen Erfolge gegen die Pandemie sein können und dass das Virus nach wie vor präsent ist.“

Firma Heidemark reagiert nach Coronavirus-Ausbruch

Aufgrund des neuesten Covid-19-Geschehens unter anderem bei der Firma Geestland in Wildeshausen, arbeitet auch das Krisenteam des Geflügelschlachters Heidemark in Ahlhorn nach eigenen Angaben an einem weiteren Konzept zur Vermeidung einer Ansteckung durch Covid-19.

„Mit unseren aktuell getroffenen Maßnahmen sind wir derzeit gut aufgestellt. Des Weiteren haben wir unsere Mitarbeiter proaktiv auf eigene Kosten testen lassen“, heißt es von dem Unternehmen. Alle bei Heidemark bisher durchgeführten Tests seien negativ gewesen. „Wir führen fortlaufend Tests bei unseren Mitarbeitern durch. Risikoorientiert, das heißt vor allem bei Rückkehrern aus Urlaub und Krankheit sowie mit einer entsprechenden Stichprobe in der Produktion. Damit können wir bei Bedarf Infektionsherde schnell identifizieren und handeln“, teilte Marketingleiterin Rita Benölken mit. „Zudem sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter laufend und erhöhen unsere Selbstkontrollen.“

Werkvertragsarbeiter sollen fest angestellt werden

Heidemark arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit Jahren in Bezug auf seine Werkvertragspartner ausschließlich mit deutschen Arbeitsverhältnissen. Benölken: „Das bedeutet, dass alle Mitarbeiter nach deutschem Arbeitsrecht angestellt sind und somit den entsprechenden Verordnungen unterliegen. Wir zahlen für unsere Mitarbeiter in der Produktion seit Längerem mehr als den gesetzlich festgelegten Mindestlohn.“ Dennoch gebe es auch in Ahlhorn seit einiger Zeit Überlegungen, die Mitarbeiter aus den Werkverträgen direkt ins Unternehmen zu integrieren. „Hierdurch stärken wir den Zusammenhalt noch mehr. In diesen schwierigen Zeiten sind wir gefordert“, so Benölken.

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