BBS in Wildeshausen als „Europaschule“ ausgezeichnet

Alles andere als dröge

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Schüler und Lehrer der BBS empfingen die zwei Vertreter der Landesschulbehörde bei der Verleihung des Titels.

Landkreis/Wildeshausen - Von Karsten Tenbrink. Den „europäischen Gedanken“ hätten die Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Oldenburg schon lange verinnerlicht, erklärte Schulleiter Gerhard Albers. Jetzt gibt es dafür aber auch eine offizielle Anerkennung: Die Einrichtung in Wildeshausen darf sich mit dem Titel „Europaschule in Niedersachsen“ schmücken.

Die schulfachliche Dezernentin Dr. Martina Otto-Schindler und der EU-Bildungsprogrammberater Robert Lübbert zur Lage von der Landesschulbehörde überreichten am Freitag Urkunde, Schild und Fahne in Wildeshausen. Damit sind die BBS ab dem kommenden Ausbildungsjahr eine von 15 Einrichtungen in der Region Weser-Ems, die sich als Europaschule bezeichnen können.

Für den Erhalt des Zertifikats müssen Schulen verschiedene Kriterien erfüllen. Dazu gehört die Integration europäischer Themen in den Unterricht, die Förderung der Mehrsprachigkeit, die Entwicklung und Stärkung interkultureller Kompetenzen und die Teilnahme an europäischen Projekten. Verliehen wir der Titel für fünf Jahre, dann erfolgt eine erneute Überprüfung.

Als sie den Antrag bereits eingereicht hatten, seien ihm und seinen Kollegen noch viele weitere Aspekte eingefallen, die sie hätten auflisten können, sagte Albers. „Insofern bin ich überzeugt davon, dass wir den Titel auch verdient haben – bei aller Bescheidenheit“, so der Schulleiter.

Lübbert zur Lage zeigte sich „begeistert“ davon zu sehen, was hinter dem Antrag stecke. Dort seien die Formulierungen schließlich immer etwas „dröge“. Indem bei der Verleihung aber verschiedene Schüler von ihrer Teilnahme an europäischen Projekten berichteten, habe er gemerkt, dass der europäische Gedanke in Wildeshausen „ganz lebendig“ sei. Die Vorstellung der Schüler hätte er gerne in einem Video festgehalten und an anderen Einrichtungen gezeigt, so der EU-Bildungsprogrammberater.

Unter anderem hatten zwei Abiturienten aus dem vergangenen Jahr von ihrer Teilnahme am Comenius-Programm mit Schülern aus Spanien und Frankreich berichtet. Andere erzählten von ihrem Besuch an der Europäischen Akademie in Otzenhausen mit Schülern aus Polen und der Ukraine. Und wieder andere erinnerten sich gerne an Betriebspraktika in Polen und England zurück.

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