Neues sechsgeschossiges Gebäude

„Wildeshauser Hof“: Hotel-Anbau höhenbegrenzt

So illustriert der Architekt den Größenvergleich zwischen dem Hotelanbau und dem Kindergarten. Der Neubau ist 16,75 Meter hoch.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Nun muss bei der Erweiterung des Hotels „Wildeshauser Hof“ noch einmal ganz spitz gerechnet werden. Das sechsgeschossige Gebäude soll – wenn überhaupt –nur minimal höher werden, als ein fünfgeschossiges Gebäude, das vor gut einem Jahr genehmigt wurde.

Auf diesen Kompromiss einigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Dienstagabend, nachdem sie zunächst die Höhenbegrenzung auf maximal 16,75 Meter über dem Grund abgelehnt hatten. Erst danach wurde klar, dass Architekt Andreas Pietrek die sechs Etagen mit niedrigeren Geschossen geplant hatte und somit nach eigenen Aussagen planerisch kaum höher geworden war als der Entwurf aus dem vergangenen Jahr.

Unabhängig davon, ob ein neues Gebäude fast durchgängig fünfgeschossig (wie 2016 geplant) oder fünfgeschossig mit einem sechsten Geschoss auf der rechten Gebäudeseite verwirklicht werden soll, muss der Bebauungsplan Stockenkamp geändert werden.

Die Betreiber des „Wildeshauser Hofes“ wollen 133 Zimmer mit 265 Betten anbieten. Das bezeichnete Investor Oliver Nicolai als wirtschaftlich sinnvoll. Der Bau sei auf der rechten Seite aus optischen Gründen höher. Dadurch müsse man nicht so in die Breite gehen, was auf Kosten der Parkplätze möglich, aber wenig sinnvoll wäre.

Nicolai warb für den Neubau: „Wir brauchen modernere Optiken. Wildeshausen muss Mut zeigen. Hier kann man den Anfang machen.“ Pietrek sah das genauso: „Das ist eine mutige und interessante Architektur“, betonte er. „Der Tourismus fördert gewisse Anstrengungen und eine gewisse Akzeptanz.“

Während die CDU geschlossen für den Entwurf war, hatten andere Zweifel. „Ein Geschoss weniger wäre in Ordnung“, wollte Evelyn Goosmann (SPD) handeln. Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) vermisste eine gute visuelle Darstellung des Neubaus im Vergleich zu den anderen Gebäuden. „Mit mir ist das nicht zu machen“, sagte er. Hermann Hitz (UWG) fragte sich, warum an einer Stelle in Wildeshausen so viele neue Zimmer gebaut werden sollen. Nun wird erst einmal die genaue Höhe errechnet und im Verwaltungsausschuss thematisiert.

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