Harald Hengemühle ersteigert ein Bild des 1977 verstorbenen Wildeshauser Künstlers

Ein echter Henry Garde zugunsten der Orgel

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Harald Hengemühle (Mitte) hat ein Bild von Henry Garde ersteigert. Der Erlös kommt einer neuen Orgel und der Freilegung der Rosette in der Alexanderkirche zugute, worüber sich Franz Duin (links) vom Förderverein und Heimatforscher Alfred Panschar sehr freuen. 

Wildeshausen - Als kleiner Junge stand Harald Hengemühle (68) einst im Atelier des Malers Henry Garde am Katenbäker Berg in Wildeshausen. „Er meinte, ich solle mal mitkommen, und dann durfte ich auch was malen. Da sagte er zu mir: ,Aus dir wird kein Künstler‘“, erinnert sich Hengemühle mit einem Lachen. Nun hat sich ein Kreis geschlossen, denn der Wildeshauser hat ein Bild des bekannten und 1977 verstorbenen Malers ersteigert, das Heimatforscher Alfred Panschar zugunsten des Orgelneubaus in der Alexanderkirche versteigert hat (wir berichteten). Der Erlös in Höhe von 250 Euro kommt dem Orgelförderverein zugute, der inzwischen knapp 730 000 Euro beisammen hat.

Hengemühle war in den 1950er-Jahren regelmäßig an den Wochenenden zu Garde unterwegs. Und zwar mit zwei Eimern Pansen und Lunge für die Hunde des Malers. Hengemühles Vater hatte das Futter bei seiner Arbeit in der Fleischerei erhalten. Vom Elternhaus am Marschweg schob der Junge sein Fahrrad etwa einen Kilometer zum Katenbäker Berg. Mit den beiden Eimern zu fahren, sei viel zu gefährlich gewesen, erinnert sich der Wildeshauser.

Franz Duin vom Orgelförderverein begrüßte das Engagement von Hengemühle ausdrücklich. „Ich freue mich, dass das Bild in einem Wildeshauser Haushalt hängt.“ Was die Spendensammlung für die neue Orgel angeht, sei man mitten im Schlussakkord. „Meine persönliche Vision ist es, noch Ende dieses Jahres die Rosette freizulegen.“ Bei diesem großen Projekt seien auch kleine Summen sehr willkommen. „Sonst kämen wir gar nicht weiter“, so Duin, der sich speziell um das Sammeln von Spenden bemüht. Duin dankte auch Panschar, der zum zweiten Mal eine Versteigerung zugunsten des Projekts organisiert hat; bei der ersten hatte Hengemühle ebenfalls den Zuschlag erhalten.  bor

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