Aldi reicht Bauvoranfrage für Westring ein

„Wildeshausen düpiert Weltkonzern“

So könnte ein neuer Aldi-Markt am Reepmoorsweg aussehen.

Wildeshausen - Aldi ist stinkesauer. Seit vielen Jahren versucht der Konzern, seinen zweiten Standort in Wildeshausen von der Dr.-Dürr-Straße an den Westring zu verlegen. Seit wenigen Monaten hat sich der Discounter nun festgelegt, ausschließlich auf der Fläche von Hamann einen modernen Neubau erstellen zu wollen oder andernfalls die zweite Filiale ersatzlos zu schließen.

Nun gab es vor einer Woche ein weiteres Abstimmungsgespräch im Stadthaus mit Vertretern der Verwaltung, der Politik und zwei Grundstückseigentümern über die Nutzungsverlagerung von Aldi auf das Edeka-Areal am Westring. „Wir waren aber nicht eingeladen. Dies trotz unserer eindeutigen Präsentation der Beweggründe am 16. Juni im Verwaltungsausschuss, diesen Standort nicht belegen zu wollen“, zeigt sich Longinus Flenker, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi, verärgert. 

Projektentwickler Hartmut Illmer wird noch deutlicher: „Wir werden ganz offensichtlich nicht für voll genommen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir einbezogen werden. Wir sehen uns als Partner der Stadt. Stattdessen gibt es hier einen Klüngel mit zwei Geschäftsleuten. Wildeshausen geht an einem Weltkonzern vorbei.“

Angesichts dieser Situation hat sich Aldi nun entschieden, auch den Landkreis Oldenburg einzubeziehen. Dort ging mit Datum 6. September über die Stadt ein Antrag auf Bauvorbescheid für das Grundstück Reepmoorsweg 49 ein. Der Projektentwickler bezieht sich auf die Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes, die die Neuaufstellung des Aldi-Marktes empfiehlt. Man habe das Grundstück bereits erworben und die Pläne in den Gremien des Rates vorgestellt.

Aldi hofft, auf diesem Weg mehr Öffentlichkeit für die eigenen Planungen zu bekommen. Bereits vor Monaten hat Flenker betont, dass Baurechte kein Handelsgut werden dürfen. Somit sei nicht einsehbar, dass der Besitzer des „Sondergebietes Einzelhandel“ an der Dr.-Dürr-Straße diese Rechte an den Westring in den Standort des Toom-Marktes mitnehmen dürfe – wie er es sich wünsche. Vielmehr müsse es möglich sein, den Aldi dorthin zu verlagern, wo er die besten Entwicklungsmöglichkeiten habe. Das sei nur auf dem Hamann-Grundstück denkbar.

dr

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