Retter haben nur ein Jahr im Feuerwehrhaus

DLRG wünscht sich Klarheit über künftiges Vereinsheim

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Marco Hake (2. Vorsitzender), Alfred Thomssen (50 Jahre Mitglied), Tobias Schneider (zehn Jahre Mitglied) und Carsten Petermann (1. Vorsitzender) nach der Ehrung.

Wildeshausen - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Wildeshausen kann viele positive Zahlen vorweisen: mehr Mitglieder, viele erfolgreiche Schwimmanfänger und eine sehr gelungene Integrationsarbeit. Umso mehr wurmt es den Vorstand, dass der Verein noch immer nicht weiß, wo er in Zukunft sein Domizil haben wird.

Der Vorsitzende Carsten Petermann bezieht, was das betrifft, deutlich Position: „Wir brauchen endlich Klarheit“, sagte er im Rahmen der Jahreshauptversammlung im ehemaligen Feuerwehrhaus.

In der Immobilie der Stadt können die Lebensretter nämlich nur bis Ende des Jahres unterkommen. Grundsätzlich ist der Verein damit zufrieden, nachdem er zunächst vom Freibadgelände und dann aus dem ehemaligen städtischen Kindergarten an der Harpstedter Straße ausziehen musste. „Es ist ein wenig eng hier und wir haben nicht alles an einem Platz, aber es gibt immerhin ein Dach über dem Kopf“, so Petermann.

Der erneute Kompromiss sei aber auch befristet, und nun müsse die Stadt Flagge zeigen, wie sehr sie die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützen will und bei der Suche nach einer neuen Bleibe behilflich sein kann.

Schon bald wird der DLRG-Vorstand das Gespräch mit dem Bürgermeister und der Politik suchen. Es liegen bereits erste Pläne für ein neues Vereinsheim vor. Die Perspektive für die Helfer wäre es, ein neues Haus auf dem Freibadgelände zu bauen. Dort plant die Stadt ohnehin noch einen Sanitärtrakt, sodass die DLRG eventuell mit weiteren Gebäudeteilen anschließen könnte. Die Lebensretter hoffen auf eine Halle mit fünf Einstellplätzen, denn auch die bislang genutzte Halle an der Ahlhorner Straße muss irgendwann geräumt werden.

Im vergangenen Jahr fuhr die DLRG acht Einsätze und absolvierte mehrere Wachdienste in Holdorf und im Wildeshauser Krandelbad. Zudem wurden 1 500 Einsatz- und Wachstunden im technischen Bereich geleistet.

Der Verein hat derzeit 310 Mitglieder. Damit nähert er sich der Rekordzahl von 330, die vor Schließung des Krandelbades bei den Lebensrettern aktiv waren. „Wir hatten nach der Schließung und bevor das neue Bad eröffnet wurde, nur noch 150 Mitglieder“, berichtete Petermann. Doch dank der guten Arbeit gehe es jetzt immer weiter aufwärts.

Nicht unwichtig ist dabei, dass die DLRG als erste Organisation in der Region Schwimmkurse für Kinder aus bedürftigen Familien sowie von Geflüchteten angeboten hat. Das Konzept sieht vor, dass die Jungen und Mädchen Mitglied werden und so innerhalb eines Jahres das Schwimmen erlernen können.

„Das ist effektiver als Kurse mit einer festen Stundenzahl“, so Petermann. Zudem könnten die jungen Menschen in diesem Rahmen gut in die Vereinsarbeit eingebunden werden. Das klappt derzeit reibungslos, sodass die DLRG nun plant, ein Jugendeinsatzteam (JET) aufzubauen. Es soll ähnlich wie Jugendfeuerwehren funktionieren und die Kinder in die Arbeit einbinden.

Zur Jahresbilanz: In den Schwimmgruppen waren 78 Anfänger, und 131 Teilnehmer besuchten die Fortgeschrittenengruppen. Angeboten wurden sechs Erste-Hilfe-Kurse mit 69 Teilnehmern und 13 Erste-Hilfe-Fortbildungen mit 117 Teilnehmern. - dr

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