Ehemaliger Abiturient besucht das Gymnasium

Von Wildeshausen zur Deutschen Bundesbank

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Lehrer Johann Strudthoff (r.) begrüßte Carsten Brinkmann im Gymnasium Wildeshausen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wildeshausen hält er für schön, lebenswert und mit gutem sozialen Umfeld. Carsten Brinkmann aus Klein Henstedt, der 1988 hier Abitur gemacht hat, wohnt jetzt in der Metropole Frankfurt. Dort arbeitet er für die Deutsche Bundesbank. Unter dem Motto „Zurück in die Schule“ kehrte er nun in das Gebäude zurück, in dem er damals mit 53 Mitschülern seine Prüfungen abgelegt hat.

Der Grund für seinen Besuch ist der 60. Geburtstag der Deutschen Bundesbank im vergangenen Jahr. Zum Jubiläum ermunterte die Behörde ihre Mitarbeiter, dorthin zu gehen, wo sie die Schule besucht hatten, um mit den jungen Menschen über die beruflichen Aufgaben zu sprechen und Fragen zu beantworten.

Brinkmann referierte am Montag vor 45 Schülern der Prüfungskurse der Fachgruppe Politik-Wirtschaft (aktueller Abiturjahrgang) auch über sein Leben. Sein Werdegang führte in nach dem Abitur zunächst zur Bundeswehr, dann in eine kaufmännische Ausbildung in Bremen sowie zum Studium der Wirtschaftswissenschaften nach Gießen. Anschließend ging er zur Deutschen Bundesbank– zuerst nach München – und jetzt arbeitet in der internationalen Abteilung in der Main-Metropole.

„Meine Schulbildung war eine gute Grundlage“, sagte Brinkmann, der den Schülern erklärte, inwieweit sich eine Zentralbank von einer Geschäftsbank unterscheidet. Er erläuterte, wie die Bundesbank aufgebaut ist, welche Länder zum Euro-Währungsgebiet gehören und welche Berufseinstiegsmöglichkeiten die Behörde bietet. Dabei war es für die Schüler sicherlich interessant, zu hören, dass ein Studium direkt vor Ort möglich ist.

„Ich wollte den jungen Leuten deutlich machen, wie wir mit unserer Geldpolitik in das politische System eingebunden sind“, so Brinkmann. So kam auch schnell die Rede auf die Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Durch die Steuerreform komme es zu einem riesigen Defizit in den Vereinigten Staaten, erklärte der Referent. Wenn sich dann Investoren aus dem US-amerikanischen Markt herausziehen würden, könnte es zu großen internationalen Verwerfungen kommen.

Viele Fragen drehten sich auch um den Euro und die Gefahr von Strafzöllen auf Waren. „Die Globalisierung muss gut begleitet werden“, sagte Brinkmann und warb mit einem Flyer für seinen Arbeitgeber. Anschließend ging es am Montag zurück nach Frankfurt. Immerhin war die Anreise bei der Witterung nicht allzu schwierig. Der 49-Jährige war vorher bei der Familie zu Besuch.

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