Bei Genehmigung eines Aldi-Neubaus wäre die Wittekindstadt ein deutscher Vorreiter

Wildeshausen hat die Chance auf modernsten Discounter

In einem Aldi-Markt der neusten Generation soll es deutlich mehr Obst und Gemüse geben. - Fotos: Aldi

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wildeshausen hat die Chance, einen der modernsten Aldi-Discounter Deutschlands zu bekommen, wenn der vorhabenbezogene Bebauungsplan im Herbst beschlossen wird. Der Neubau fällt nämlich in eine Investitionsoffensive von Aldi-Nord, bei der rund fünf Milliarden Euro ausgegeben werden sollen. Ein ganz neuer Laden fällt somit genau in diesen Zeitrahmen – und Wildeshausen könnte ein Vorzeigeprojekt werden.

„Der neue Markt wird zur ganz neuen Generation gehören“, bestätigte Longinus Flenker, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi-Nord, unserer Zeitung. Er hoffe nun auf einen positiven Verlauf des Bauleitverfahrens, damit im nächsten Jahr ein neuer Markt an der Harpstedter Straße erstellt werden kann.

Die Filialen von Aldi sollen für die Zukunft aufgefrischt werden. Ein Neubau hingegen wird alle modernen Elemente schon beinhalten. Schon seit mehreren Jahren wurden die Maßnahmen an verschiedenen Standorten getestet. Der Prozess ist wohl jetzt abgeschlossen. In einem Pilotmarkt in Herten (Nordrhein-Westfalen) wurden die Ideen schon umgesetzt. So befindet sich im Eingangsbereich eine Kaffeemaschine, an der sich die Kunden bedienen können. Der Kaffeebecher kann am Einkaufswagen befestigt werden, sodass der Kunde die Hände frei hat für den Einkauf hat. Geplant sind in den neuen Märkten breitere Gänge, Kühlschränke mit Glastüren anstelle von Kühltruhen sowie ein deutlich größeres Angebot an Obst und Gemüse.

Die neuen Filialen sollen damit den Supermärkten mit Vollsortimenten ähneln. Damit möchte sich Aldi von den Billig-Konkurrenten wie Netto oder Penny abheben und den großen Rewe- und Edeka-Filialen annähern. Experten sehen darin eine Reaktion darauf, dass die Vollsortimenter zahlreiche Billig-Produkte im Angebot haben, aber auch Feinkost anbieten. Es wird erwartet, dass die Vollsortimenter darauf ebenfalls reagieren – vermutlich mit mehr neuen Billigangeboten auch bei der Markenware, einer weiteren Ausweitung der Sortimente bei der Feinkost und besseren Bistro-Angeboten.

Das dürfte in Wildeshausen ganz genau zu beobachten sein. Denn während Aldi seine Verkaufsfläche im kommenden Jahr von 800 auf 1 200 Quadratmeter erweitert, laufen die Planungen, den Rewe-Markt am Huntetor von 1 380 auf 1 790 Quadratmeter zu erweitern. Es ist davon auszugehen, dass Rewe auf die nahe Konkurrenz an der Harpstedter Straße reagieren wird. Für Wildeshausen bietet sich so die Gelegenheit, im Stadtosten gleich zwei ganz moderne Einkaufsmärkte zu erhalten. Eine Chance, die derzeit wohl kaum eine zweite Stadt in der Region haben dürfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Leipzig verliert auf Schalke - BVB siegt 3:0 in Wolfsburg

Leipzig verliert auf Schalke - BVB siegt 3:0 in Wolfsburg

Parkhausteile stürzen ab - Autos hängen in der Luft

Parkhausteile stürzen ab - Autos hängen in der Luft

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Einzelkritik: Kruse und Bartels noch nicht auf Betriebstemperatur 

Mittelalter und Fantasy am Burghof Rethem

Mittelalter und Fantasy am Burghof Rethem

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

Kommentare