Vertreter von 16 Vereinen zur Kohltour in Wildeshausen

Bürgerbusfahrer wählten den Kremser

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Die Bürgerbusse standen am Sonntag alle auf dem Wildeshauser Marktplatz. Von dort aus ging es zur gemeinsamen Kohltour zum Pestruper Gräberfeld.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wann stehen schon mal 16 Bürgerbusse auf dem Wildeshauser Markplatz? Dieser seltene Anblick bot sich Passanten am Sonntagvormittag, denn die jährliche Kohltour der Bürgerbus-Vereine führte dieses Jahr in die Kreisstadt.

Die Tour gibt es seit 2012. Damals trafen sich die Mitglieder erstmals in Westerstede. Seither versammeln sich jeweils am ersten Märzwochenende die Vereine in einer Gemeinde, in der ein Bürgerbus fährt, um sich über ihr gemeinsames Engagement auszutauschen. 16 Vereine hatten sich diesmal angemeldet, sodass rund 150 Teilnehmer bei der Begrüßung durch die Wildeshauser Vereinsvorsitzende Renate Hocke sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Evelyn Goosmann dabei waren.

„Uns in Wildeshausen ist es sehr bewusst, welche Leistungen Tag für Tag nicht nur von unserem Bürgerbus, sondern landauf und landab von über 50 Bürgerbus-Vereinen in Niedersachsen ehrenamtlich für unsere Bürger erbracht werden und welche Akteure hinter dem Bürgerbus stehen“, betonte Goosmann. Der Einsatz sei auch nicht selbstverständlich. „Insoweit sind wir absolut dankbar für alles, was die Vereine und die Mitglieder für das Gemeinwesen nicht nur in unserer Stadt leisten.“

Die stellvertetende Bürgermeisterin erinnerte an die schwierige Gründungsphase. „Natürlich gab es in der Vergangenheit auch kleine Rückschläge, wenn ich an den Brand der Halle am Bahnhof denke, nachdem ein neues Domizil gesucht werden musste. Zum Glück blieb das Fahrzeug unversehrt.“ Mittlerweile hat der Verein einen neuen Bus, weil die Wartungskosten für das alte Fahrzeug zu hoch wurden.

Evelyn Goosmann begrüßte die Vereinsvertreter im Rathaussaal.

Goosmann zählte auf, dass sich im Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen mittlerweile 21 Vereine gegründet haben. Unterwegs sind dabei 47 Linien mit mehr als 300.000 Fahrgästen im Jahr. „Ich finde, das ist schon eine bemerkenswerte Leistung zum Wohle der Allgemeinheit. Und am Ende kann ich feststellen, dass jeder eingesetzte Euro gut angelegtes Geld ist, denn er trägt nicht unerheblich dazu bei, dass gerade ältere Menschen die notwendige Mobilität vor Ort behalten, um sich selbst zu versorgen oder von A nach B zu gelangen, wobei B auch weit außerhalb des eigenen Wirkungkreises liegen kann. Und auch der tägliche Arzt besuch, die Fahrt zum Krankenhaus oder der Behördengang können über den Einsatz der Bürgerbusse sichergestellt werden.

Für die Vereinsmitglieder ging es jedoch zunächst zu sieben Stadtführungen und dann mit dem Kremser zum Pestruper Gräberfeld. Der Kohl wurde in der Gildestube gekocht.

Am Nachmittag brachen die Vereine mit ihrem Bus wieder zur Heimfahrt nach Achim, Bergen, Fredenbeck, Fintel, Ganderkesee, Rotenburg, Rastede, Schneverdingen, Sottum, Syke, Wallenhorst, Walsrode, Westerstede, Weyhe und Zeven auf.

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