Blumenschmuck kommt sehr gut an

Wildeshausen blüht auf, und das Rathaus erhält neue Fugen

Auf Arbeitsbühnen stehend, klopfen die Handwerker die Verfugungen aus dem Mauerwerk des historischen Rathauses. - Fotos: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Kreisstadt Wildeshausen hübscht sich auf – und das durchaus mit Erfolg. Besonders gut angekommen ist jetzt der neue Blumenschmuck an 38 Laternen in der Innenstadt. Es haben schon mehrere Nachbarkommunen angefragt, weil sie sich so etwas auch gut vorstellen können.

Wildeshausen ist die einzige Stadt in der Region, die sich den innerörtlichen Geschäftsbereich von einem Dienstleister im Rahmen eines Komplettangebotes mit Blumen schmücken lässt. Es handelt sich nach Angaben von Daniela Baron vom Stadtmarketing um ein „Rundum-Sorglos-Paket“, das von der Stadt sowie dem Handels- und Gewerbeverein Wildeshausen finanziert wird und jederzeit kündbar ist. 

„Wir wollen mal sehen, wie das wirkt“, so Baron. Sie habe von der Firma „Flower and Shower“ aus den Niederlanden bei einem Stadtmarketingkongress erfahren. Die Fachleute sorgen für das regelmäßige Gießen und Nachpflanzungen. Zunächst wurde die Frühjahrsbepflanzung günstig eingekauft, um zu sehen, wie der Blumenschmuck aussieht. Bis zum 5. Mai kommt dann die Sommerbepflanzung in die Töpfe an den Laternen. „Das alles geschieht in Abstimmung mit dem Bauhof der Stadt“, so Baron. Der Betrieb habe die Frühjahrsbepflanzung in den großen Kübeln am Boden auch deutlich vielseitiger gestaltet. Nach Pfingsten kommen dann Geranien und andere Sommerblüher in die Beete.

Sehr farbenfroh ist der Blumenschmuck in den Kübeln auf dem Wildeshauser Marktplatz.

„Wir haben zunächst bei heimischen Betrieben angefragt, ob sie die Bepflanzung übernehmen wollen“, begegnet Baron Kritik daran, dass ein Dienstleister aus den Niederlanden beauftragt wurde. „Es gab aber kein Interesse, weil der Aufwand und die Investitionen sehr hoch sind.“ Zusammen mit „Flower and Shower“ werden zum Spargel- und Wellnesstag auch zwei Türme vor dem Stadthaus aufgestellt, die mit Geranien bepflanzt sind.

Noch schmückt eine Frühjahrsbepflanzung die Blumenampeln. Doch bald kommen Geranien in die Töpfe.

„Das ganze Konzept soll abgestimmt sein“, so Baron, die von einigen Bürgern und Geschäftsleuten sehr positive Rückmeldungen bekommen hat. Es gibt jedoch viele weitere Pläne, die Innenstadt attraktiver zu machen. „Ein ganz wichtiges Thema ist die Sauberkeit“, betont Baron. Zwar sei schon eine Kraft auf dem Marktplatz und um das Stadthaus mit der Straßenreinigung beschäftigt, aber an den Geschäftsstraßen müsse noch einiges geschehen, um das Gesamtbild positiver zu gestalten. Verbesserungsbedarf gibt es auch bei den in die Jahre gekommenen Schließfächern für Einkaufstaschen und bei einigen Laternen. Auch demolierte Sperrbügel und weiterer Blumenschmuck sind in der Diskussion. Wie berichtet, ist auch eine neue Lösung für die Liebesschlösser an der Huntebrücke geplant. „Es gibt noch einiges zu tun“, so Baron.

Unterdessen haben die erneuten Fassadenarbeiten am historischen Rathaus begonnen. Dort sind Handwerker damit beschäftigt, die Verfugungen aus dem Mauerwerk zu hämmern, die erst im vergangenen Sommer eingebracht wurden. Geplant ist, neue Musterfugen zu füllen. Der erste Arbeitsabschnitt wird voraussichtlich acht Arbeitstage in Anspruch nehmen. Insgesamt rechnet die Stadtverwaltung mit vier Bauabschnitten bis zum Sommer 2018. Die erneuten Arbeiten an den Fugen des Gebäudes verursachen keine Mehrkosten im Haushalt und erfolgen im Rahmen der Gewährleistung.

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