Naturschutzbund verärgert: Totholzhaufen zerstört oder fortgeräumt

Biker schädigen Schutzgebiet Lehmkuhlenwald

Aktion der Naturschutzjugend: Vor rund zwei Wochen wurden die Totholzhaufen im Lehmkuhlenwald angelegt.
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Aktion der Naturschutzjugend: Vor rund zwei Wochen wurden die Totholzhaufen im Lehmkuhlenwald angelegt.

Wildeshausen – Der Naturschutzbund (Nabu) Dötlingen-Wildeshausen ist besorgt und verärgert darüber, dass nach wie vor die „wilde“ Strecke durch den Lehmkuhlenwald in Wildeshausen von offenbar jugendlichen Mountainbikern rechtswidrig genutzt wird.

Wie berichtet, gab es Anfang September einen Zwischenfall im Lehmkuhlenwald, bei dem Spaziergänger von einer Gruppe Mountainbiker bedrängt wurden, die abseits der regulären Wege quer durchs Gelände fuhren.

Daraufhin gab es Gespräche zwischen dem zuständigen Bezirksförster, Michael Feiner, und Vertretern des Nabu sowie der Naturschutzjugend (Naju) Dötlingen-Wildeshausen. Bei ihrem Monatstreffen am 16. Oktober legten Kinder unter der Anleitung ihrer Gruppenbetreuer Totholzhaufen an verschiedenen Punkten der Biker-Strecke an. Sie hatten die Hoffnung, mit dieser ökologisch sinnvollen und kindgerechten Aktion gleichzeitig die illegale Nutzung durch Mountainbiker zu unterbinden.

Alle Totholzhaufen wurden entfernt oder zerstört

„Leider hat sich diese Hoffnung nicht bestätigt“, so Nabu-Pressesprecher Wolfgang Pohl. „Schon weniger als zwei Wochen später mussten wir feststellen, dass alle von den Kindern angelegten Totholzhaufen fortgeräumt worden sind. Von ihrem Einsatz für die Natur in einem Landschaftsschutzgebiet ist nichts mehr zu sehen, und der Mountainbike-Betrieb geht jetzt ungehindert weiter.“

Es müsse für die Naju-Kinder und ihre Betreuer sehr enttäuschend sein zu erfahren, wie egoistisch und gedankenlos eine bestimmte Menschengruppe mit dem Produkt ihres Engagements umgeht. In diesem Zusammenhang appelliert der Nabu dringend an die Eltern jugendlicher Mountainbiker, ihrem Erziehungsauftrag gerecht zu werden und ihre heranwachsenden Kinder darauf hinzuweisen, dass sie eine strafbare Handlung begehen, wenn sie sich in einem Landschaftsschutzgebiet derart rücksichtslos verhalten. „Im Übrigen gilt auch hier: Eltern haften für ihre Kinder“, so Pohl. Aber auch die Stadt Wildeshausen ist nach Einschätzung des Nabu jetzt gefordert, denn sie ist für die Verkehrssicherheit in diesem Waldgebiet zuständig. „Wenn Totholzhaufen auf der illegalen Strecke nichts gegen den Biker-Betrieb ausrichten können, werden die städtischen Verantwortlichen zu robusteren Maßnahmen greifen müssen. Der Beifall von Naturfreunden und Waldspaziergängern wird ihnen sicher sein“, erklärt Pohl.

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