Christliche Demokraten wollen, dass Stadt mit katholischer Kirche verhandelt

CDW beantragt Sondersitzung in Sachen Schulneubau

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Wenn die Politik der Meinung der CDW folgt, könnte ein Umzug der St.-Peter-Schule in Wildeshausen vom Tisch sein. 

Wildeshausen - Der Vorschlag der katholischen Kirchengemeinde St. Peter, eine Grundschule für die Stadt Wildeshausen zu bauen, ist zwar bei der Verwaltung erst mal auf taube Ohren gestoßen (wir berichteten), nun kommt aber doch Bewegung in die Sache.

Zumindest wenn es nach der Fraktion Christliche Demokraten für Wildeshausen (CDW) geht, die jetzt eine Sondersitzung des Schulausschusses beantragt hat. Der CDW-Fraktionsvorsitzende Stephan Rollié verlangt, dass der Schulausschuss während einer schnellstmöglich anzusetzenden Sitzung vollumfänglich über das Angebot der Kirche informiert wird. 

Zurzeit ist geplant, dass der Schulausschuss erst wieder am 12. September zusammenkommt. In diesem Zusammenhang teilt Bürgermeister Jens Kuraschinski mit, dass „der Verwaltung bisher kein konkretes Angebot seitens der Kirchengemeinde bezüglich des Baus einer Grundschule vorliegt“. Es handele sich lediglich um eine mündlich formulierte Idee, ohne Zahlen oder ein Raumprogramm. 

Die Verwaltung habe gegenüber Kirchenprovisor Bernhard Kramer verdeutlicht, „dass bisher kein Beschluss zum Neubau einer Schule existiert und das Thema gegebenenfalls dann konkretisiert werden sollte, wenn die Entscheidung zur Rückübertragung der Hunteschule auf Kreisebene getroffen wurde und der Rat eventuell hierauf aufbauend beschließt, dass es einen Neubau geben wird“. 

Langfristig soll so die Raumnot an der Holbeinschule gemildert werden

Nichtsdestotrotz schlägt Rollié vor, dass die Stadt schon jetzt konkrete Verhandlungen mit der Kirchengemeinde bezüglich des Neubaus aufnimmt. Er hält es für mehr als fraglich, dass der Landkreis dem angedachten Immobilientausch zwischen der Hunte- und der St.-Peter-Schule zustimmt. Durch diese Maßnahme soll langfristig die Raumnot an der Holbeinschule beseitigt werden. 

Diese könnte nach einem Umzug der Hunteschule an den Standort St. Peter nach und nach Räume übernehmen, weil die Förderschule perspektivisch auslaufen soll. Rollié erwartet, dass sich der Landkreis „bei sachlicher Betrachtung von Vor- und Nachteilen“ gegen den Tausch ausspricht. In diesem Fall „liegt sofort ein alternativer Plan zur Verbesserung der Raumsituation im Grundschulbereich vor“, wirbt der Ratsherr dafür, auf den Kirchen-Vorschlag einzugehen. 

Der Bau durch die Kirche könnte schneller gehen als durch die Stadt

Dieser passt den CDW-Christdemokraten durchaus ins Konzept. „Für den Bau durch einen Investor spricht eine deutlich schnellere und kostengünstigere Umsetzung“, schreibt Rollié und hat dabei im Sinn, dass öffentliche Bauprojekte sich erfahrungsgemäß hinziehen können. „Eine Verwaltung braucht immer ein bisschen länger, auch weil das Ausschreibungsverfahren umfangreicher ist. Das würde für die Kirchengemeinde nicht gelten.“ Diese könne bei den Kontrakten zudem noch mal nachverhandeln. 

„Ferner erhöht sich die städtische Verschuldung nicht über die ,magische‘ Grenze von 20 Millionen Euro“, führt Rollié ein weiteres Argument für den Bau durch die Kirche ins Feld. Ab diesem Wert wird befürchtet, dass der Landkreis in den städtischen Etat eingreift, da die Schulden dann zu hoch wären. 

Rollié verweist auch auf die knappe Ratsentscheidung zum Schultausch, bei der „das Argument, die Stadt Wildeshausen soll sich durch den Bau einer neuen Schule nicht weiter verschulden, die Hauptbegründung“ gewesen sei. 

bor

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