„Kinder dürfen auch Vorschläge machen“

Ferienbetreuung im Jugendzentrum wird sehr gut angenommen 

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Charlotte und Hendrik haben am Basteln eine Menge Spaß Sie sind Wiederholungstäter.

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  Emsiges Treiben herrscht derzeit tagtäglich im Wildeshauser Jugendzentrum „Jott-Zett“. Die Ferienbetreuung, die von der Stadt seit vier Jahren angeboten wird, kommt überaus gut an. In dieser Woche waren 35 Kinder zu betreuen. Kommende Woche sind es gut 20 Mädchen und Jungen.

„Wir haben hier ein echt volles Programm, es ist immer etwas los“, erzählt Leiterin Imke Schmidt, die gemeinsam mit Roni Moklaschi, Jannes Logemann und dem FsJler Sefian Suleimann stets für die Teilnehmer zur Stelle ist. „Dieses Angebot ist sehr wichtig, damit die Eltern ihre Kinder gut aufgehoben wissen und in Ruhe arbeiten gehen können.“

Hinzu komme, dass es ein sehr fairer Preis sei, für den die Kinder betreut werden. „Für ganztags bis 16 Uhr werden pro Woche und Kind 44 Euro berechnet. Kinder, die nur bis 13 Uhr in die Einrichtung kommen, zahlen 27,50 Euro. Für das Mittagessen werden zusätzlich 2,75 Euro pro Mahlzeit berechnet“, so Schmidt. Sie habe schon viele positive Rückmeldungen bekommen: „Nicht umsonst haben wir hier sehr viele Wiederholungstäter, die schon seit Jahren kommen.“

Interessantes über Bienen erfuhren die Kinder am Donnerstag. Unter anderem hatte Imker Götz Neuber eine Wabe mitgebracht, die sie unter die Lupe nehmen durften.

Besonderen Wert legen die Mitarbeiter des Jugendzentrums auf die Feststellung, dass den Gästen nicht etwa ein straffes Programm geboten werde, sondern dass sie auch selbst entscheiden können, was sie machen möchten: „Sie haben schließlich Ferien. Ihnen stehen sämtliche Räume zur Verfügung. Natürlich bieten wir auch Aktionen an. Wer mitmachen möchte, ist eben dabei“, betont Schmidt. Die Mehrzweckhalle werde von den Jungs sehr gerne für Softball-Fußball oder das Fahren mit Waveboards genutzt: „Bei gutem Wetter gehen wir nach draußen, um Spiele zu machen oder die Gegend zu erkunden.“

Besonders gut fänden es die Mädchen und Jungen, dass sie auch Vorschläge für Aktionen machen könnten. „Auf diese gehen wie jederzeit gerne ein. Festgelegt ist nur, dass jeder um 9 Uhr hier sein sollte“, betont die Leiterin. Nach einem gemeinsamen Frühstück stünden dann Freispiel oder ein Programm auf der Tagesordnung.

Imker Götz Neuber zu Gast

Am Donnerstag war Imker Götz Neuber aus Klattenhof zu Gast. Er hatte den Kindern einiges Interessantes über Bienenvölker zu berichten. So erfuhren sie, dass es Bienen seit 120 Millionen Jahren gibt, der Mensch aber erst seit 10.000 Jahren den Honig nutzt. „Ein Volk produziert etwa 300 Kilogramm Honig pro Jahr. Nur zehn Prozent davon nutzen wir Imker, den Rest brauchen die fleißigen Tierchen, um überleben zu können“, erklärt Neuber. Er machte aber auch keinen Hehl daraus, zu erwähnen, dass der Mensch daran schuld ist, dass es den Bienen schlecht geht.

Am Basteln waren Charlotte und Hendrik, beide neun Jahre alt, überrascht. „Ich bin seit der ersten Klasse hier. Ich komme aber nur diese Woche, in der nächsten Woche fahre ich mit meinen Eltern an die Ostsee“, so Charlotte. Auch Hendrik nutzt die Ferienbetreuung nur eine Woche: „Ich bin hier immer bis nachmittags. Nächste Woche hat meine Mama aber frei, dann können wir gemeinsam etwas unternehmen.“

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