Pläne für multifunktionale Veranstaltungshalle vom Tisch

Alte Tennishalle im Krandel verkauft

Hier kommt keine multifunktionale Veranstaltungshalle rein: Das „Rämmi-Dämmi-Kinderland“ wurde an den Betreiber verkauft.
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Hier kommt keine multifunktionale Veranstaltungshalle rein: Das „Rämmi-Dämmi-Kinderland“ wurde an den Betreiber verkauft.

Aus dem „Rämmi-Dämmi-Kinderland“ wird keine multifunktionale Veranstaltungshalle. Das Gebäude wurde verkauft. Damit sind Hans-Uwe Leinemanns Pläne vom Tisch.

Die Pläne zum Umbau der alten Tennishalle im Krandel in Wildeshausen, dem „Rämmi-Dämmi-Kinderland“, in eine multifunktionale Veranstaltungshalle sind endgültig vom Tisch. Hans-Uwe Leinemann bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass das Gebäude mittlerweile verkauft wurde. Die neue Betreiberin des „Kinderlands“, die Bero GmbH aus Willich am Niederrhein, kann damit ihre eigenen Pläne für die Immobilie vorantreiben. Leinemann ist Vorsitzender des Musikkorps Wittekind und hatte sich mit anderen Wildeshausern für eine Umnutzung starkgemacht.

Gemeinsam mit anderen, zum Beispiel Nordmann-Geschäftsführer Roland Damme, hatte Leinemann eine „Halle für alle“ vorgeschlagen. Insgesamt sollten nach der Umgestaltung zwei unterteilbare Veranstaltungsbereiche und ein großer Bereich für die Gastronomie mit insgesamt 2 500 Quadratmetern zur Verfügung stehen – das „KrandelForum“ wäre die größte Halle ihrer Art im Landkreis geworden.

Notarielle Verträge sind unterschrieben

Doch daraus wird nun definitiv nichts. „Die notariellen Verträge sind unterschrieben“, sagte Leinemann mit einigem Bedauern. Er kann „absolut nicht nachvollziehen“, warum der Umbau nicht unterstützt worden sei. „Die Stadt wird doch nie wieder die Chance haben, so günstig an eine Halle zu kommen.“ Im Juni hatte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur mit dem Thema beschäftigt und einen Prüfauftrag an die Verwaltung gegeben. Diese sollte das „konkrete Veranstaltungspotenzial durch Gespräche mit den Vereinen der Kulturförderung“ ermitteln. Die Verwaltung sollte auch mit Gastronomen sowie der Diskothek „5 Elements“ klären, welche Kosten bei einer Kooperation entstünden. Ergänzend wurde empfohlen, dass die Stadt klärt, welche Voraussetzungen für eine Neubauförderung bestehen und ob der Zustand der Tennishalle am Krandel („Rämmi Dämmi“) eine Nutzung ermöglicht. Leinemann vermisste ein klares Signal für einen möglichen Umbau, worauf auch der bisherige Besitzer, Carsten Segelken, gewartet hatte.

Jahrzehntelang wurden Großveranstaltungen wie die Feuerfete oder das Eröffnungskonzert des Musikkorps in der Widukindhalle organisiert. Doch dort besteht Sanierungsbedarf, und die Stadt wollte sich nicht daran beteiligen. Der Landkreis Oldenburg als Eigentümer hatte daran aber die weiteren Nutzungsrechte geknüpft.

Im Frühjahr werde das Musikkorps wahrscheinlich noch in der Widukindhalle auftreten können, informierte Leinemann. Danach müsse man eine langfristige Alternative finden. „Wir schauen uns um, aber es ist noch nichts da.“

Übergangsweise Turnhalle der Wallschule für Veranstaltungen

Bekanntlich soll übergangsweise die Turnhalle der Wallschule für Veranstaltungen genutzt werden. Ein Plan, von dem Leinemann nicht viel hält. Zum einen müsse ein neuer Boden verlegt werden, der wohl rund 50 000 Euro kosten werde. Auch die Tribüne weckt keine Begeisterung beim Musikkorpsvorsitzenden. „Setzen Sie sich da mal zwei Stunden auf diese Bretter. Das geht doch nicht, wir haben Leute, die 70 Jahre und älter sind bei unseren Konzerten.“

Das Thema wird in der neuen Ratsperiode sicherlich diskutiert werden. Zuletzt hatte die CDU den Neubau einer Halle an der Ecke Glaner Straße/Dr.-Pickart-Straße neben der im Sommer umgezogenen Hunteschule vorgeschlagen. Auf Detailfragen zum aktuellen Stand der Dinge in Sachen „Veranstaltungshalle“ wollte die Stadtverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingehen. „Hinsichtlich der Gesamtthematik wird die Verwaltung absehbar dem Rat über den Stand der Dinge berichten. Im Übrigen wird die Angelegenheit derzeit für eine weitere Beratung im zuständigen Fachausschuss vorbereitet. Insofern darf ich um Verständnis bitten, dass ich an dieser Stellen den Dingen nicht vorgreifen möchte“, teilte Stadtsprecher Hans Ufferfilge mit.

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