Durchführungsvertrag zwischen Stadt und Handelsriesen 

Neuer Aldi-Markt soll bis zum Sommer 2019 stehen

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So möchte Aldi gerne an der Harpstedter Straße bauen. 

Wildeshausen - Der Discounter Aldi verpflichtet sich in einem Durchführungsvertrag, bis zum 31. Juli 2019 den alten Markt an der Harpstedter Straße abzureißen und einen neuen 1 200 Quadratmeter großen Supermarkt zu erstellen. Es fehlt nun nur noch die Unterschrift von Bürgermeister Jens Kuraschinski.

Diese kann er erst unter den Vertrag setzen, wenn der neue Flächennutzungs- und der geänderte Bebauungsplan am 21. Juni im Rat der Stadt verabschiedet wurden.

Das gesamte Projekt hat sich rund ein Jahr verzögert, weil unter anderem ein neuer Landesraumordnungsplan in Niedersachsen in Kraft getreten ist, der eine aktuelle gutachterliche Einschätzung erforderlich machte.

Der Discounter möchte an der Stelle seines alten Marktes sein neues Konzept mit niedrigeren Regalen, breiteren Gängen und einer Neuordnung des Angebotes verwirklichen. Das aperiodische Randsortiment, das Auswirkungen auf den Innenstadteinzelhandel haben könnte, darf maximal zehn Prozent betragen. Auf dem Dach soll eine Fotovoltaikanlage die Eigenversorgung gewährleisten.

Da der bestehende Markt lediglich knapp 800 Quadratmeter groß war, ist in den neuen Plänen großflächiger Einzelhandel vorgesehen, der 1 200 Quadratmeter Verkaufsraum erlaubt. Dagegen hatte es beispielsweise von der Samtgemeinde Harpstedt Einwendungen bei der Auslegung gegeben. Die dortige Verwaltung befürchtete negative Auswirkungen auf den eigenen Einzelhandel.

Die Gutachter stellten jedoch fest, dass das Sortiment des neuen Marktes schwerpunktmäßig auf den täglichen Bedarf der Bürger vor Ort ausgerichtet ist und somit das Stadtgebiet von Wildeshausen versorgt. Gleichzeitig, so die Planer, habe der Flecken Harpstedt selber vergleichbare Angebote, sodass Kunden deshalb nicht extra in die Kreisstadt fahren würden. Zu beachten sei auch, dass im Flecken alle vier bestehenden Lebensmittelanbieter die Absicherung ihrer Märkte durch Erweiterungen planen, was zur Stärkung dieser Angebote führen dürfte.

In Wildeshausen sind in den kommenden Monaten zwei weitere Einzelhandelsprojekte in Planung. So wird es einen neuen Bio-Fachmarkt am Westring geben, und am Huntetor soll der Rewe-Markt deutlich vergrößert werden. Doch selbst dann, wenn diese Vorhaben zeitgleich mit dem Aldi-Neubau realisiert werden, gehen die Planer nicht davon aus, dass negative Auswirkungen auf den Einzelhandel in den Nachbargemeinden zu befürchten sind.

Eine Beratung der neuen Pläne ist am 7. Juni im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt vorgesehen. - dr

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