Viel Arbeit für Feuerwehrkräfte / Bei Unfall in Brettorf überschlägt sich Auto mehrfach

Feuer in Wildeshausen: 800 .000 Euro Schaden nach Hausbrand

Fast komplett durch Feuer zerstört wurde dieses Wohnhaus am Forstweg. Fotos: Engels

Wildeshausen/Brettorf – Den ersten Weihnachtsfeiertag hätten sich zahlreiche Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Oldenburg sicherlich ganz anders vorgestellt – deutlich ruhiger: Zuerst hielt ein Großbrand in Wildeshausen zahlreiche Brandschützer in Atem. Darauf folgte ein Verkehrsunfall mit zwei Leichtverletzten in Brettorf.

Gegen 14 Uhr hatten zwei Bewohner eines villenartigen Wohnhauses am Forstweg in der Kreisstadt einen verdächtigen Lichtschein im Wäscheraum bemerkt. Es brannte tatsächlich. Nachdem eigene Löschversuche gescheitert waren, brachten sich die beiden Bewohner in Sicherheit und verständigten die Feuerwehr. Als die ersten Löschkräfte vor Ort eintrafen, hatte sich das Feuer schon über die Zwischendecke und den Dachstuhl ausgebreitet. Im weiteren Verlauf griffen die Flammen auf den vorderen Gebäudeteil des Zweiparteienhauses über.

Trotz eines Großaufgebots von mehr als 200 Kräften der Feuerwehren aus Wildeshausen, Düngstrup, Harpstedt, Colnrade, Beckeln, Neerstedt, Dötlingen, Brettorf und Ganderkesee wurde das Gebäude nahezu komplett zerstört. Den entstandenen Schaden schätzte die Polizei auf mindestens 800 000 Euro. Verletzte gab es nicht. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Ein technischer Defekt im Waschraum gelte „als wahrscheinlich“, berichtete Nonstop News. Die Feuerwehrkräfte sollen zunächst Mühe gehabt haben, in der Sackgasse am Waldrand eine ausreichende Löschwasserversorgung herzustellen.

Auch die Beschaffenheit des verwinkelten Gebäudes auf rund 600 Quadratmetern Grundfläche erschwerte die Löscharbeiten. Eine bessere Übersicht über die Fortschreitung des Brandes sowie das Brandobjekt verschaffte den Helfern letztlich der Einsatz einer Drohne der Malteser aus Ganderkesee.

Zuerst hatte die Großleitstelle nur die Feuerwehren Wildeshausen und Düngstrup alarmiert. Nachdem klar war, dass sich der anfangs angenommene Zimmerbrand auf den Dachstuhl ausgebreitet hatte, wurden zahlreiche weitere Kräfte angefordert. Nun stand neben der Wildeshauser auch die Ganderkeseer Drehleiter zur Verfügung.

Eine besondere Gefahr für die Einsatzkräfte habe sich aus der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes ergeben, so Feuerwehrwart Daniel Engels – und eine Herausforderung aus der Enge der Einsatzstelle im Bereich des Brandobjektes. Es habe „eine Zeit“ gedauert, „bis die Fahrzeuge und besonders die Drehleiter vernünftig in Stellung gebracht werden konnten“.

Der Einsatz währte bis in die Morgenstunden des zweiten Weihnachtstages. Abschließend erfolgte eine Kontrolle der Brandstelle auf etwaige Glutnester, ehe diese „kalt“ an die Brandermittler der Polizei übergeben wurde.

Deutlich weniger Aufwand verursachte indes am ersten Weihnachtstag ein Verkehrsunfall in Brettorf: Von der Brettorfer Straße war in Richtung Neerstedt ein Auto ausgangs einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Der mit zwei Männern aus Wildeshausen besetzte Mercedes überschlug sich laut Polizei mehrfach und blieb auf einem Feld auf der Seite liegen. Die beiden Insassen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Feuerwehrleute kippten den Wagen anschließend wieder auf die Räder und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab.  boh

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