Wildeshauser Blumenmischung von der Diakonie abgepackt

„Wilde Wiese“ kann nun auch heimische Gärten schmücken

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Die bunten Blüten an den Wildeshauser Straßen und Ortseingängen begeisterten viele Bürger. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Im vergangenen Jahr begeisterten die bunten Blumen auf den Wildeshauser Verkehrsinseln die Bürger. Ab Sonntag können sie die Samen unter dem Namen „Wilde Wiese“ in der Tourist-Information des Verkehrsvereins bekommen. Die Samen werden von der Tagesförderstätte der Diakonie Himmelsthür verpackt.

Die Idee zu der Aktion, die die Kreisstadt bunter machen wird, kam der Wildeshauserin Ute Dietz, weil sie sich über die Wiesenblumen an den Straßenrändern freute. Sie fragte kurzerhand im Stadtmarketingbüro bei Daniela Baron nach, ob man diese Samen nicht verkaufen könnte. So gab es den Anstoß zu einem Gemeinschaftsprojekt: Die Stadt Wildeshausen ließ 5 000 Samentütchen entsprechend ihres Dachmarken-Logos mit dem Namen „Wilde Wiese“ gestalten und besorgte eine größere Menge der Samenmischung.

Die Tagesförderstätte der Diakonie Himmelsthür erklärte sich bereit, jeweils drei Gramm der Samen abzupacken. „Für unsere Bewohner ist der Umgang mit den Blumensamen ein wunderbares Frühlingsprojekt, aus dem wir eine Menge Themen wie das Einpflanzen, Gießen und Pflegen ableiten können“, sagt Rita Gogolin, Leitern der Tagesförderstätten, von denen es fünf auf dem Gelände der Diakonie gibt. Die Mitarbeiter haben somit einen sinnstiftenden Auftrag, den sie mit speziellen Hilfsmitteln ausführen können. „Das alles aber ohne Leistungsdruck“, sagt Helga Weller von der Diakonie. „Wir machen das, was wir schaffen. Aber wir schaffen auch ganz schön viel.“

In der Tagesförderung füllen die Mitarbeiter die Samen in Tüten. Am Freitag wurde das Projekt vorgestellt.

Der Verkehrsverein verkauft die abgepackten Tütchen am Sonntag zum Spargelfest und danach in der Tourist-Information. „Für uns ist es wichtig, möglichst viele authentische Wildeshauser Souvenirs zu führen. Die Tüten sind für 90 Cent zu haben. Von jeder verkauften Blumenmischung spenden wir 20 Cent an die Tagesförderstätten“, erläuterte Claudia Olberding die Zusammenarbeit. Die Diakonie plant, mit dem Geld ein Kartoffelfest auszurichten.

Bürgermeister Jens Kuraschinski lobte die Aktion, bei der sich mehrere Stellen in der Stadt gemeinsam darum bemühen, einen Werbeträger hervorzubringen, der gut zu Wildeshausen passt. „Ursprünglich kam die Anregung für Blumenwiesen vom Imkerverein, der darauf hinwies, dass hier Spätblüher für die Insekten fehlen“, sagte Kuraschinski. Zunächst seien die Samen nur in der Landgemeinde gesät worden, dann aber auch im Stadtgebiet. „Es gab dafür viel Lob“, berichtete der Bürgermeister.

Die Samen können übrigens bis Anfang August in die Erde gebracht werden.

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