Städtische Sanierungskosten von 450 000 Euro / Gespräche mit dem Landkreis empfohlen

Widukindhalle: Verhandlungen geplant

Seit 1986 Veranstaltungsort in Wildeshausen: die Widukindhalle des Landkreises Oldenburg.
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Seit 1986 Veranstaltungsort in Wildeshausen: die Widukindhalle des Landkreises Oldenburg.

Wildeshausen – Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski soll in Gesprächen mit dem Landkreis Oldenburg klären, ob es Möglichkeiten einer alternativen Finanzierung des von der Stadt zu leistenden Kostenzuschusses für die Sanierung der Widukindhalle in Höhe von rund 450 000 Euro gibt und ob ein Zeitaufschub für die Sanierung möglich ist.

Diese Empfehlung gab der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur am Donnerstagabend für den Verwaltungsausschuss am 3. Dezember. Der Bürgermeister würde dann später in einem weiteren Fachausschuss über das Ergebnis dieser Verhandlungen berichten.

Zunächst kein Geld im Haushalt

Klar ist, dass zunächst kein Geld im kommenden Doppelhaushalt der Stadt für die Sanierung der Mehrzweckhalle eingestellt werden kann. Ebenso eindeutig war aber auch das Votum des Ausschusses, dass man nicht einfach auf die Widukindhalle für Konzerte, Messen oder auch die Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde verzichten möchte.

Die 1985/86 gebaute Halle wurde vom Landkreis als Sporthalle konzipiert, da die Stadt sich aber finanziell beteiligt, ist sie nun als Mehrzweckhalle nutzbar. Nach 35 Jahren müssen nun wohl rund 2,5 Millionen Euro investiert werden, um die Halle weiter optimal verwenden zu können.

„Die Summe von 450 000 Euro für die Stadt ist noch nicht das letzte Wort“, erklärte Kuraschinski zu Beginn der Sitzung. „Wir sollten mit dem Landkreis über die Finanzierungsmodalitäten sprechen.“ Dass derzeit nur vier oder fünf große Veranstaltungen jährlich in der Halle angeboten würden, liege daran, dass die Vorhänge und die Verdunklung kaputt und die Technik veraltet seien. Der Stadt müsse klar sein, dass es zu der Halle derzeit keine Alternative gebe.

„Im Verhältnis kostspielig“

Das sah Rainer Kolloge (UWG) ebenso. Er regte deshalb an, weitere Gespräche mit dem Landkreis zu führen und Alternativen zu prüfen.

Dem wollte sich auch Wolfgang Sasse (CDU) nicht verschließen. Er verwies jedoch darauf, dass es sich in erster Linie um eine Sporthalle handele, die bei Veranstaltungen vier Tage blockiert werde. Für die meisten Angebote, so Sasse, habe die Stadt in der Musikschule oder im Rathaussaal Möglichkeiten. Für die wenigen Großveranstaltungen eine halbe Million Euro zur Verfügung zu stellen, sei im Verhältnis sehr kostspielig. Das Geld würde er lieber für die Schulen ausgeben.

Diese Aufrechnung wollten andere Ausschussmitglieder nicht mitmachen. „Wir müssen noch ein paar Gestaltungsmöglichkeiten neben den Schulen haben“, so Kolloge. Jens-Peter Hennken (CDW) verwies darauf, dass seine Fraktion schon vor einem Jahr die Prüfung des Baus einer Multifunktionshalle beantragt hatte. Dafür hätte man auch Förderungen bekommen, so Hennken. Passiert sei erst einmal nichts.

„Alternativen zur Widukindhalle werden sehr teuer“, erklärte Klaus Schultze (Grüne). „Von daher sollten wir das in eine neue Beratungsrunde schicken.“ Kreszentia Flauger (Linke) verwies darauf, dass die Sanierung erst 2022 erfolgen soll. Deswegen müsste die Stadt noch Zeit haben, sich das alles genau zu überlegen.  dr

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