Empfehlung zur Sanierung im Fachausschuss

Widukindhalle bald nur für Sport?

Noch vielseitig nutzbar: Die Widukindhalle muss im Innenbereich saniert werden.
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Noch vielseitig nutzbar: Die Widukindhalle muss im Innenbereich saniert werden.

Wildeshausen – Am Donnerstagabend gibt es eine wichtige Weichenstellung für die Nachnutzung der Widukindhalle in Wildeshausen. Zur Diskussion steht ab 18.15 Uhr, ob sich die Stadt Wildeshausen an der für 2022 geplanten Sanierung beteiligt. Davon hängt ab, ob die Halle in Zukunft noch für Konzerte oder andere Veranstaltungen genutzt werden darf. Alternativ wären nur noch Sportveranstaltungen möglich.

In der Stadt gibt es nur eine Halle, in der größere Veranstaltungen wie Messen, die Feuerfete oder Konzerte durchgeführt werden können. Wildeshausen müsste sich anteilig an den Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro mit rund 446 000 Euro beteiligen, um diese Nutzung weiter zu ermöglichen.

Es gibt jedoch ein Votum aus der Politik, das von der Stadt Wildeshausen an den Landkreis übermittelt wurde. Danach entschied eine Mehrheit im Rahmen der Haushaltsklausur Anfang Oktober, auf eine finanzielle Beteiligung an der Sanierung zu verzichten. Die Kassen Wildeshausens sind praktisch leer.

Im Jahr 1985 errichtet

Die Widukindhalle ist im Jahr 1985 vom Landkreis Oldenburg errichtet worden. In Absprache mit der Stadt erfolgte der Bau als Mehrzweckhalle. Es wurde eine Vereinbarung geschlossen, die vorsah, dass Wildeshausen die Mehrkosten für diese erweiterte Nutzung trägt.

Vor rund fünf Jahren hatte der Landkreis ein Sanierungskonzept für die Berufsbildenden Schulen (BBS) erstellt und in die mittelfristige Finanzplanung übernommen. Teile der Sanierung sowie Neubauten an den BBS sind schon erledigt. Auch das Dach der Widukindhalle wurde auf Kosten des Landkreises erneuert. „Die Sanierung der Räume, unter anderem der Sportflächen, der Umkleidekabinen sowie der Lüftung soll im Jahr 2022 erfolgen. Veranschlagt sind 2,5 Millionen Euro“, so Maik Ehlers, beim Landkreis Oldenburg zuständig für den Hochbau. Die Maßnahmen seien nach 35 Jahren des Gebrauchs durchaus üblich.

Neuer Fußboden sowie Möbel

In den für die Stadt veranschlagten 446 000 Euro sind Mehraufwendungen, zum Beispiel für einen Parkett- statt Sporthallenboden sowie die Einrichtung mit Stühlen und Tischen, eingerechnet.

Wenn die Wildeshauser Politik das Geld nicht zur Verfügung stellt, wird die Widukindhalle in der Regel nur noch für Sport verwendet werden können. „Einzelgenehmigungen für andere Zwecke wären dann sehr aufwendig“, so Ehlers, der eine Kostenübernahmeerklärung der Stadt bis zum 30. Juni 2021 haben müsste. Sollte Wildeshausen sich nicht beteiligen, müsste sich der Landkreis mit der Maßnahme erneut im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2022 befassen.

„Ein Wegfall der Widukindhalle hätte Auswirkungen auf Veranstaltungen im Stadtgebiet“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadt. Betroffen wären beispielsweise die Generalversammlung der Schützengilde, das Eröffnungskonzert des Musikkorps Wittekind, die Feuerfete oder Blutspendeaktionen. Aufgrund des Zustandes der Halle würden dort schon jetzt verschiedene Theater- und Konzertveranstaltungen nicht mehr angeboten.  dr

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