Feuerwehrbereitschaft baut 40 Boxen ab

Widukind-Halle ab Montag frei

Mit Akkudreher und vollem Einsatz waren die Feuerwehrkameraden in der Widukind-Halle aktiv. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - „Alles muss raus!“, hieß es am Mittwochabend in der Widukind-Halle in Wildeshausen. Mehr als 50 Mitglieder des Fachzuges Personal der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Oldenburg rückten ab 17 Uhr an, um in freiwilliger Arbeit die Flüchtlingskabinen abzubauen. Vor wenigen Tagen hatte bereits der Fachzug Logistik unter der Leitung von Manuel Zießler und Lars Bormann das gesamte Inventar aus der Halle geholt.

Die Liegen und weitere Einrichtungsgegenstände lagern nun in einer vom Landkreis angemieten Halle in Bookholzberg. Von dort können sie im Ernstfall schnell wieder hergebracht werden.

Ab Montag, und damit mit Schulbeginn, soll die Widukind-Halle wieder normal genutzt werden können. „Morgen kommen die Tischler und kontrollieren den Boden, damit hier auch wieder Sport getrieben werden kann“, berichtete Klaus Wocken, beim Landkreis Oldenburg Ansprechpartner für die Notunterkünfte. Die Halle sei seit Mitte Oktober mit bis zu 200 Personen in 40 Boxen belegt gewesen. Zunächst hatte der Landkreis dort nur Liegen aufgestellt und den Bereich zweigeteilt, weil die Notaufnahme innerhalb weniger Stunden organisiert werden musste. In den Wochen danach errichteten Schüler der Berufsbildenden Schulen aus OSB-Platten die einzelnen Kammern, die ein wenig Abschirmung und Intimität für die Flüchtlinge brachten, die im Rahmen der Amtshilfe für das Land Niedersachsen nach Wildeshausen gekommen waren.

Aus dem gesamten Landkreis kamen die Feuerwehrleute nach ihrem Feierabend und lösten unter der Leitung von Zugführer Thomas Tietjen sowie Bereitschaftsführer Klaus Stolle die Schrauben und Platten vom Boden. Sie brachten die Holzelemente nach nebenan auf den Hof, wo sie für die BBS-Schüler bereitgestellt werden. Im Laufe der Zeit soll das Holz sinnvoll verarbeitet werden.

„Wir hoffen, dass wir heute Abend fertig werden“, so Stolle. Angesichts des Tempos, das die Kameraden vorlegten, schien das schon nach einer Stunde sehr wahrscheinlich.

Die stellvertretende Einrichtungsleiterin der Malteser für die Halle am Gymnasium, Lara Reineke, berichtete, dass dort noch 70 Personen leben. Ein Ende der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft sei noch nicht abzusehen, weil im Landkreis Platz für die Menschen fehlt, die dezentral untergebracht werden sollen. Auch in der Sporthalle der Hunteschule in Wildeshausen leben Flüchtlinge, die über die Quote in die Stadt gekommen sind. - dr

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