Hans-Werner Beissert stirbt mit 80 Jahren

Wichtiger Kämpfer für das Urgeschichtliche Zentrum

Kämpfte für das Urgeschichtliche Zentrum in Wildeshausen: Hans Werner Beissert.
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Kämpfte für das Urgeschichtliche Zentrum in Wildeshausen: Hans Werner Beissert.

Kleienkneten – Der Gründer des „Fördervereins Urgeschichtliches Zentrum“ in Wildeshausen, Hans-Werner Beissert, ist am 20. April nach schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verstorben.

Beissert hatte seine ganze Kraft und Energie eingesetzt, um möglichste viele Menschen von der Wichtigkeit des Zentrums zu überzeugen. In Kleinenkneten führte er bis zu seinem Tod mit sehr viel Einsatz und Freude sein kleines privates „Museum Urgeschichte – Neuzeit“.

Die für 2024 geplante Eröffnung eines Hauses in der Kreisstadt, vorgesehen ist es im alten Feuerwehrwehrhaus, darf er nun nicht mehr erleben.

Beissert kam 2002 nach Kleinenkneten und eröffnete dort sein Museum. Dazu kamen noch viele weitere Sammelgebiete, unter anderem Wildeshauser und Dwoberger Keramiken und Worpsweder sowie Dötlinger Gemälde.

„Wert von Geschichte bewusst machen“

„Ich weiß, was Heimat bedeutet, denn ich habe meine verloren“, berichtete Beissert, der 1940 in Masuren geboren wurde, vor wenigen Jahren unserer Zeitung. „Aber viele Leute wissen nicht zu schätzen, was vor ihrer eigenen Haustür liegt. Das ist leider normal.“

Der Kleinenkneter sah es als seine Mission an, den Menschen den Wert von Geschichte bewusst zu machen. „Heutzutage gibt es viel Zerstreuung und Ablenkung. Man muss die Menschen immer wieder daran erinnern, etwas zu unternehmen“, betonte er und wies darauf hin, dass es die Vorfahren der heutzutage hier lebenden Menschen sind, um die es geht. Sie hätten der Nachwelt einen wertvollen Schatz hinterlassen: Gebrauchsgegenstände, Kunst, Urnen, Werkzeuge und vieles mehr. Etliche Stücke aus der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit hatte Beissert in seinem Museum in Kleinenkneten zusammengetragen.

Sammlung sollte ins UZW

Seine Begeisterung für die Exponate war immer deutlich zu spüren. Zum Beispiel für einen Armreif aus Bronze, der in der Weser bei Bremen gefunden wurde. Ein fast identisches Exemplar wurde in Wildeshausen entdeckt und belegt die damaligen engen Handelsbeziehungen.

Beissert wollte er seine ganze Sammlung dem neuen UZW als „Keimzelle“ übergeben. Der Name Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen verpflichte, deshalb könnten die Besucher zu Recht etwas Besonderes erwarten, fand Beissert. Dafür brauche es neben Exponaten unbedingt eine Bibliothek. Zudem sollten die Besucher die Gelegenheit erhalten, Nachbildungen der Ausstellungsstücke in die Hand zu nehmen, um diese „begreifbar zu machen.

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