Zunächst wird der Flächennutzungsplan überarbeitet / Planer stellt Entwürfe vor

Am Westring sollen neue Einzelhandelsflächen entstehen

Am Westring haben sich viele große Märkte angesiedelt. Das sorgt für dichten Verkehr auf den Straßen. - Foto: dr

Wildeshausen - Seit Jahren ist der Westring in Wildeshausen in der Diskussion. Dort stehen Einzelhandelsflächen leer und können nicht mehr vermietet werden, weil lediglich Sortimente verkauft werden dürfen, die den Innenstadthandel nicht gefährden. Jahrlang gab es einen Stillstand bei den Planungen. Potenzielle Investoren reagierten verärgert. Doch es bewegt sich etwas: Jetzt soll zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden, dann folgt die Überarbeitung der Bebauungspläne.

Politik und Verwaltung gehen dafür schrittweise vor. Zunächst wurde die Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes in Auftrag gegeben und im vergangenen Jahr verabschiedet. Bereits in Arbeit ist eine Verkehrsuntersuchung für Wildeshausen, zudem gibt es weitere Analysen im Rahmen des Planverfahrens. Wenn der Flächennutzungsplan (FNP) geändert ist, können im Rahmen von Bebauungsplänen genaue Festlegungen über Einzelhandelsflächen und -sortimente erfolgen.

Die geplante Änderung des FNP erfolgt in drei Teilbereichen. Ein Planer soll die Vorentwürfe im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am 14. April vorstellen. Anschließend ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen.

Die diskutierten Gebiete liegen beidseitig des Westringes. Der nördliche Teilbereich liegt unmittelbar im Kreuzungsbereich Ahlhorner Straße/Westring, ein zweiter Teil befindet sich südlich des Reepmoorsweges westlich des Westrings, und der größte Bereich liegt östlich des Westringes beidseitig des Reepmoorsweges.

Die Gutachter des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes empfehlen die Weiterentwicklung der Hauptlage des fachmarktorientierten Nebenzentrums am Westring mit großflächigen nahversorgungsrelevanten und großflächigen nicht zentrenrelevanten Sortimenten. Um das zu realisieren, sollen Gewerbegebietsflächen in Sondergebiete umgewandelt werden, auf denen dann Einzelhandel möglich ist.

Wichtig ist der Stadt, dass die Sortimente das Angebot in der City ergänzen und den dortigen Handel nach Möglichkeit nicht schwächen. Ziel könnte es sein, Kunden zu den großen Märkten zu locken, gleichzeitig aber im Stadtkern Verweilqualität zu bieten. Die Beantwortung der Frage, wie gut das gelingen kann, dürfte am Ende nicht unerheblich sein für die Weichenstellung, welche Angebote am Westring präsentiert werden dürfen. - dr

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