Komplette Neuausweisung nicht sinnvoll

Westring: Es muss Verhandlungen geben

Hermann Hitz, Jens Kuraschinsiki, Rainer Kolloge, Heiner Spille, Wolfgang Däubler und Thomas Johannes (v.l.) vor dem Aldi-Markt.

Wildeshausen - Wie geht es weiter am Westring? Zu dieser Frage stimmten sich Bürgermeister Jens Kuraschinski und die UWG-Fraktion dahingehend ab, dass eine komplette Neuausweisung von Einzelhandelsflächen für den Lebensmittelhandel im Bereich des Bebauungsplanes nicht sinnvoll erscheint.

Wie bereits berichtet führen die Eigentümer der Einzelhandelsflächen an der Dr.-Dürr-Straße (Deichmann, Zimmermann, Aldi) und im Bereich des Westrings (Toom) derzeit Gespräche über eine mittelfristige Verlagerung der an der Dr.-Dürr-Straße ansässigen Unternehmen in das bislang von „Toom“ genutzte Gebäude. Die frei werdenden Flächen an der Dr.-Dürr-Straße könnten in diesem Falle für eine Wohnbebauung zur Verfügung gestellt werden. Da sich die Betreibergesellschaft des „Aldi“-Marktes aufgrund einer geänderten Geschäftspolitik nicht mit dieser angedachten Umsiedlung anfreunden kann und den Bau eines neuen Marktes an einem Alternativstandort (Hamann und Partner) am Westring anstrebt, gestalten sich die Verhandlungen unter den Eigentümern schwierig.

Kuraschinski stellte klar, dass neue Einzelhandelsflächen am Westring mit dem geltenden Einzelhandelsgutachten der Stadt nicht kompatibel seien und zunächst an anderer Stelle entsprechende Flächen rechtsverbindlich aufgegeben werden müssten. Zudem müssten zunächst die notwendigen Grundlagen für eine Verlagerung an den Westring geschaffen werden. Dazu gehören die Fortschreibung der notwendigen Gutachten im Bereich Verkehr und Einzelhandel, die von der Stadt in Auftrag gegeben worden sind.

Diese Einschätzung traf auf Zustimmung bei der UWG. „Neue Flächen für den Lebensmittelhandel am Westring kann es nur geben, wenn entsprechende Flächen an der Dr.-Dürr-Straße aufgegeben werden“, so Ratsherr Hermann Hitz, „andernfalls entsteht in Wildeshausen ein so deutliches Überangebot an Lebensmittelflächen, sodass einige Geschäfte auf lange Sicht nicht mehr überlebensfähig sind.“ Es werde also weitere Verhandlungen über eine Rückgabe von Flächen geben müssen. „Hier ist aber letztlich nicht die Stadt gefragt“, ergänzte der UWG-Fraktionsvorsitzende Rainer Kolloge. „Wir können nur einen klaren Rahmen vorgeben, welcher Flächenumfang insgesamt für die Stadt verträglich ist. Über die erforderliche Rückgabe von jetzt an der Dr.-Dürr-Straße genehmigten Einzelhandelsflächen müssten sich die beteiligten Grundstückeigentümer und Unternehmen erst einmal selbst verständigen. Des weiteren muss es langfristig Ziel der Stadt bleiben, die angespannte Verkehrssituation insbesondere am Westring nicht weiter zu verschärfen.“

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