Landesbehörde muss Situation beurteilen

Westring-Begehung geplant: Ampel oder Kreisverkehr?

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Zu den Stoßzeiten müssen Radfahrer oder Fußgänger länger warten, um per Querungshilfe über den Westring zu kommen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wird es bald eine Vollampel am Wildeshauser Westring in Höhe des Bargloyer Weges geben oder vielleicht doch einen Kreisverkehr? Die Politik möchte für Baumaßnahmen in Höhe des zukünftigen Bio-Fachmarktes 115.000 Euro freigegeben.

Was konkret geplant wird, entscheidet sich möglicherweise am Montag, denn dann schauen sich Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Situation vor Ort an. Das ist insofern interessant, weil es sich beim Westring um eine Landesstraße handelt. Sollte also die Landesbehörde zu der Einschätzung kommen, dass eine gefahrlose Querung der Fahrbahn in Zukunft nur mit einer Ampel oder einem Kreisverkehr möglich ist, dann müsste auch das Land für die Maßnahme zahlen. 

Ganz schön viel los auf dem Westring, und mit neuen Baugebieten wird es dort noch voller.

Wenn so etwas nicht als zwingend erforderlich aber als durchaus sinnvoll angesehen wird, hätet die Stadt vielleicht die Chance, die Querungshilfe auf eigene Kosten umzusetzen. Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes für Wildeshausen hatten die Gutachter bereits die Notwendigkeit formuliert, eine Vollsignalisierung in Höhe des Bargloyer Weges zu installieren.

Die Experten gehen davon aus, dass die Verkehrsbelastung auf dem Westring durch die neuen Baugebiete und das geplante Gewerbegebiet in der Gemeinde Visbek deutlich wachsen wird. Gerade aus den neuen Baugebieten kommen viele Rad- und Autofahrer sowie Fußgänger über den Bargloyer Weg und wollen den Westring queren, was zu Stoßzeiten gar nicht so einfach ist. Da eine Entlastungsstraße nicht vor 2020 finanziert werden soll, ist so schnell auch nicht mit einer Entlastung des Westrings zu rechnen, sodass Querungshilfen dringend erforderlich erscheinen.

Warten auf Straßenbaubehörde

Dem Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt lagen am Donnerstagabend zwei ähnlich lautende Anträge von CDU und FDP vor, die sich mit der Installation von Ampeln befassten. Beide Tagesordnungspunkte wurden gestrichen, weil zunächst abgewartet werden soll, wie sich die Straßenbaubehörde positioniert. Es ging deshalb lediglich darum, schon einmal die 115.000 Euro freizugeben. 

„Wir wissen nicht, wie Land und Landkreis die Situation bewerten. Wir müssen aber dafür sorgen, dass wir tatsächlich eine Maßnahme finanziert bekommen“, betonte Wolfgang Sasse (CDU). Hermann Hitz (UWG) setzte sich für einen Kreisverkehr mit umlaufendem Zebrastreifen ein. „Dadurch wird der Verkehr flüssig gehalten, die Geschwindigkeit aber verringert“, erklärte er. Die Kosten hingegen wären annähernd gleich.

Walter Panschar (SPD) fand es jedoch aberwitzig, am E-Center eine Ampelanlage zu haben und kurz darauf einen Kreisverkehr zu bauen. „Das muss aus einem Stück sein“, forderte er. Auf die Eingabe von Hitz, dass im Verkehrsgutachten noch nicht die steigenden Verkehrszahlen durch den Bio-Markt berücksichtigt wären, antwortete Stephan Dieckmann (SPD), dass das selbstverständlich vom Planer veranschlagt worden sei. Nun solle man doch einfach abwarten, was die Fachleute empfehlen.

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