Wer übertrifft das Gebot unserer Redaktion?

Berlinicke-Radierung soll neuen Besitzer finden

Franz Duin und Markus Löwe mit der Berlinicke-Grafik vor der Rosette der Alexanderkirche
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Der Erstdruck der Berlinicke-Grafik: Franz Duin und Markus Löwe suchen gegen Höchstgebot einen neuen Besitzer für das Kunstwerk.

49 Drucke der Farbradierung „...und sollst ein Segen sein!“ des im März 2018 verstorbenen Wildeshauser Künstlers Hartmut Berlinicke wurden bereits zugunsten des Orgelvereins der Wildeshauser Alexanderkirche verkauft. Doch ein Werk, und zwar der Erstdruck, hat noch keinen Besitzer gefunden. Er wurde auf Wunsch unserer Zeitung zurückgehalten und soll nun als letzter Druck versteigert werden.

  • Der exklusive Erstdruck einer Berlinicke-Grafik für die Alexanderkirche wird jetzt versteigert.
  • Das Höchstgebot muss bis zum 15. Dezember um 12 Uhr vorliegen.
  • Der Umbau der Kirche wird deutlich teurer.

Update:

Die Versteigerung der Berlinicke-Grafik „...und sollst ein Segen sein!“ zugunsten des Orgelfördervereins Wildeshausen läuft noch bis Dienstag, 15. Dezember, um 12 Uhr (wir berichteten). Wer sich also den exklusiven Erstdruck sichern möchte, kann sich noch per E-Mail an redaktion.wildeshausen@kreiszeitung.de wenden. Es gibt ein Gebot unsere Zeitung, sodass der Orgelförderverein in jedem Fall eine stattliche Summe für den Neubau des Instrumentes sowie die Umgestaltung der Kirche erhalten wird. Ziel ist es jedoch, noch mehr Geld einzunehmen. Von daher sind Gebote gerne willkommen, die den Erlös steigern helfen und über dem bisherigen Verkaufspreis von 200 Euro liegen.

Bericht vom 6. Dezember:

Wildeshausen – Unter dem Motto „Wer überbietet die Wildeshauser Zeitung?“ suchen der Orgelförderverein der Alexanderkirche sowie die Redaktion der Wildeshauser Zeitung einen Bürger, der mehr bietet als das bislang geheime Gebot unseres Verlages. Sobald dieses übertrumpft wird, wechselt die Grafik den Besitzer – und die Kirchengemeinde bekommt sowohl die Summe der Redaktion als auch den Kaufpreis für das einmalige Kunstwerk (siehe Infokasten am Ende des Textes).

Das Werk von Berlinicke wurde erstmals im Juni 2015 vorgestellt. Drei Tage lang hatte der Künstler in Thüringen mit seinem Drucker Heiner Bunte getüftelt, bis seine Farbradierung die richtigen Abstufungen für den Edeldruck hatte. In der Folge wurde die Grafik zum Stückpreis von 200 Euro verkauft. Davon gingen 150 Euro an den Orgelförderverein.

Förderverein hat schon 850000 Euro eingesammelt

Wie die Zeit vergeht! Mittlerweile hat der Verein unter dem Motto „Neues Licht, neuer Klang, neues Leben“ für die Gestaltung des Altarraumes der Alexanderkirche rund 850 000 Euro gesammelt. Die alte Orgel ist abgebaut und in Polen wieder aufgebaut worden. Die Empore wurde saniert und die Rosette über dem Haupteingang der Kirche freigelegt. „Ein Riesenerfolg“, findet Pastor Markus Löwe, der sich täglich über den neuen Lichteinfall durch die farbigen Glasscheiben freut, die vor rund 100 Jahren von Karl Georg Rhode angefertigt wurden.

„Doch die Arbeiten in den vergangenen Monaten haben gezeigt, dass wir deutlich höhere Kosten für die Restaurierungsarbeiten an der Empore sowie die Installation einer neuen Stromversorgung hatten“, so Franz Duin vom Orgelförderverein. Das Instrument sei nicht teurer geworden, doch die Mehraufwendungen für den Umbau seien größer als kalkuliert. Rund 900 000 Euro sind nun für die Gesamtmaßnahme nötig. Es fehlen also aktuell rund 40 000 Euro, die noch eingeworben werden müssen.

Einweihung wohl erst im Herbst kommenden Jahres

Ein erster Schritt kann der Verkauf des letzten Berlinicke-Druckes sein. Die Radierung zeigt ebenso wie die Rosette den Weinkelch, Trauben und einen Weinstock in einem Rahmen, der das Kreuz andeutet. Damit gibt es einen ganz starken Bezug zum Wildeshauser Gotteshaus, denn wenn man in die Kirche tritt, sieht man den segnenden Christus im Chorfenster.

Wann die neue Orgel im Rahmen eines Gottesdienstes erklingen wird, steht noch nicht fest. Derzeit sind die Handwerker dabei, die ersten Windladen einzubauen. Projektleiter Simon Buser erklärt, dass zunächst die kleinen Orgelpfeifen aufgebaut werden. Sie werden exakt eingestellt, bevor die nächsten größeren Pfeifen angeliefert werden können. „Alles muss genau auf den Kirchenraum abgestimmt sein“, betont Buser die Wichtigkeit der Akustik. Erschwerend sei es zudem, dass in jedem Fall der Blick auf die Rosette frei bleiben müsse. „Gar nicht so leicht, das Instrument in den Raum zu bekommen“, findet Buser, der davon ausgeht, dass die Königin der Instrumente nicht vor dem nächsten Herbst mit voller Klangfülle im Gotteshaus zu hören sein wird. Bis dahin, so hofft der Orgelförderverein, sind dann auch die letzten 40 000 Euro eingeworben. Es gibt bereits weitere Ideen für Aktionen.

So können Sie bieten:

Wer die letzte Berlinicke-Grafik erwerben möchte, sollte sein Gebot mit der Betreffzeile „Versteigerung“ per E-Mail an redaktion.wildeshausen@kreiszeitung.de oder per Post an die Wildeshauser Zeitung, Redaktion, Bahnhofstraße 13, 27793 Wildeshausen, senden. Die Versteigerung endet am Dienstag, 15. Dezember, um 12 Uhr. Die Redaktion wird regelmäßig die aktuelle Gebotshöhe vermelden. Sollte sie über der Summe unserer Zeitung liegen, wechselt die Grafik ihren Besitzer. Wir werden über die Übergabe berichten.

 dr

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