Vertrag mit Tierheim in Bergedorf läuft aus / Option für ein weiteres Jahr

Wer betreut bald die Fundtiere?

Noch keine Baugenehmigung: Dieser Stall soll zu einem Tierheim umgebaut werden.
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Noch keine Baugenehmigung: Dieser Stall soll zu einem Tierheim umgebaut werden.

Wildeshausen – Wo werden in Zukunft die Fundtiere aus Wildeshausen betreut? Diese Frage muss bald beantwortet werden, denn der Vertrag der Stadt mit dem privaten Tierheim in Bergedorf (Gemeinde Ganderkesee) könnte im Juli 2021 fristgerecht auslaufen – es sei denn, die Kreisstadt nutzt die im 2017 geschlossenen Kontrakt verankerte Option, um ein Jahr zu verlängern, ohne die Fundtierunterbringung erneut ausschreiben zu müssen.

Da die Tierschutzgruppe Oldenburg Land, die bis 2017 Kontraktpartner in den Fundtierverträgen war, plant, ein eigenes Tierheim in Hanstedt zu betreiben, möchte der Wildeshauser CDW-Ratsherr Jens-Peter Hennken nun von der Stadtverwaltung erfahren, wie die bisherigen Erfahrungen mit dem Partner in Bergedorf waren. Dieser Bericht soll am Donnerstag ab 18.15 Uhr im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie im Rathaus vorgetragen werden.

Frühzeitige Empfehlung gewünscht

Hennken möchte insbesondere wissen, wie viele Tiere und welche Arten in Bergedorf untergebracht wurden. Des Weiteren interessieren ihn deren Verbleib sowie die für die Stadt entstandenen Kosten. „Zudem wird darum gebeten, aufzuzeigen, wie oft die vereinbarte Dienstleistung durch Kontrollen überprüft sowie das Tierheim durch die Stadtverwaltung besucht wurde“, schreibt der Politiker. „Gab es eventuell Unregelmäßigkeiten und/oder nicht vertragskonforme Umstände? Gab es aus Sicht der Verwaltung Auffälligkeiten, die bei einer Entscheidung über die zukünftige Fundtierunterbringung zu berücksichtigen wären?“

Hennken wünscht sich eine frühzeitige Empfehlung für die Wahl des zukünftigen Vertragspartners, damit alle Planungssicherheit haben.

Die Tierschutzgruppe möchte einen ehemaligen Schweinestall umbauen. Die positive veterinärrechtliche Stellungnahme liegt seit einigen Wochen vor (wir berichteten). Die Baugenehmigung ist allerdings wegen der Brandschutzauflagen noch nicht erteilt worden. Nach Aussagen der Vorsitzenden der Tierschutzgruppe, Anne Grafe-Weibrecht, sollen die fehlenden Unterlagen nun aber im Kreishaus vorliegen oder zeitnah vorgelegt werden.

20 000 Euro in den Haushalt eingestellt

Im Haushalt der Stadt Wildeshausen sind seit Jahren 20 000 Euro als Zuschuss für den Bau eines Tierheimes vorgesehen. Für den Betrieb einer eigenen Einrichtung benötigt die Tierschutzgruppe allerdings Fundtierverträge mit Wildeshausen, Dötlingen und Hatten. Ohne diese wären die laufenden Kosten nicht zu begleichen.

Nach Angaben von Grafe-Weibrecht möchten die Tierschützer an die Kommunen herantreten, sobald die Baugenehmigung für Hanstedt vorliegt.

Nach dem Umbau dürften in dem ehemaligen Stall rund 40 Fundkatzen und einige Kleintiere wie Kaninchen und Hamster untergebracht werden können. Alle Katzen müssen nach Angaben von Grafe-Weibrecht vor der Aufnahme zunächst untersucht und separiert werden. Dafür gibt es spezielle Räume, bevor es in die normalen Käfige geht. Zudem ist noch Platz für 15 Pensionskatzen, die nur vorübergehend untergebracht werden sollen.  dr

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