Wichtige Tipps von Tatjana Meyer

„Busschule“ für Erstklässler der St.-Peter-Schule  Wildeshausen

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Niemals sollten die Kinder Gegenstände zwischen die Türen schieben, appellierte Tatjana Meyer an die Kleinen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wenn der Schulbus zum Klassenzimmer wird, dann hat die Wildeshauser St.-Peter-Schule nicht etwa zu wenig Räume, sondern es ist die „Busschule“ für die Erstklässler angesagt. Genau das war am Donnerstagmorgen der Fall, als Tatjana Meyer von der Delmenhorst-Harpstedter-Eisenbahn mit dem grünen Schulbus mit der Aufschrift „Busschule“ vorgefahren war.

„Das ist eine sehr gute Sache, schließlich haben wir auch schon einige Busschüler“, erzählte Mareike Claußen, Klassenlehrerin der 1 b. Es sei überaus wichtig, den Schülern schon frühzeitig das richtige Verhalten am und im Bus zu vermitteln. In die gleiche Kerbe schlug die Klassenlehrerin der 1 a, Ariane Brems: „Falsches Verhalten neben oder im Bus kann für die Kinder sehr gefährlich werden. Daher stellen wir einen solchen Tag auf die Beine.“ Im Unterricht sei diese Praxis nicht zu vermitteln: „Die Busfahrerin erklärt den Kleinen alles ganz genau. Am Ende steht noch eine Busfahrt durch die Stadt auf dem Programm, damit die Schüler lernen, wie sie sich zu verhalten haben.“

Mit viel Einfühlungsvermögen und kindgerecht verstand es Meyer dann, die Schüler aus der Reserve zu locken und ihnen einige Fragen zu stellen. Begonnen beim Weg von zu Hause zur Bushaltestelle bis hin zum Ein- und Aussteigen wurden alle Themen angesprochen. „Nutzt immer die Fußgängerampeln, wenn ihr eine Straße queren müsst. Auch dann, wenn der Bus schon an der Haltestelle steht“, appellierte sie an die Schüler. Und die kleine Lara wusste schon genau, wie sie sich an der Haltestelle verhalten muss: „Wir dürfen uns nicht schubsen oder hauen, das kann gefährlich werden, wenn dann der Bus kommt. „Wir dürfen auch nicht auf die Straße laufen, sollen immer im Bushäuschen bleiben. Und unsere Tasche gehört auch ins Häuschen oder auf den Rücken“, ergänzte Kira.

Richtiges Festhalten

„Auf keinen Fall solltet ihr an der Haltestelle mit einem Ball spielen, das ist sehr gefährlich“, so Meyer. „Ja!“, riefen einige der Kinder, „es könnte ein Auto kommen und uns überfahren.“ Mit dem Ranzen hätten die Kleinen zwar recht, aber beim Einsteigen gehöre er nicht mehr auf den Rücken: „Damit könntet ihr andere Kinder verletzen. Er gehört in die Hand und dann in euren Fußraum.“ Überaus wichtig sei auch, dass sich die Schüler, die stehen müssen, an den Stangen festhalten: „Dann stellt ihr den Ranzen zwischen eure Füße und konzentriert euch auf das richtige Festhalten. Immerhin kann es vorkommen, dass wir stark bremsen müssen.“

Was passiert, wenn sich Kinder nicht richtig festhalten, demonstrierte die Fahrerin mit „Fritz“. Dabei handelte es sich jedoch lediglich um einen großen Behälter mit Wasser: „Der hat das Gewicht eines Grundschülers“, erzählte Meyer vor der Fahrt. Dann aber stand den Kindern der Schrecken ins Gesicht geschrieben: Nur eine kurze Vollbremsung und „Fritz“ schoss durch den Bus bis zum Fahrersitz. „Genau das kann euch passieren. Dabei könnt ihr euch schwer verletzen.“

Selbst die Nothämmer, die nun an Drähten befestigt sind, weil sie oft geklaut wurden, erklärte die Busfahrerin den Fahrgästen: „Hier auf diese grünen Flächen müsst ihr damit schlagen, wenn einmal etwas passiert ist, und wir raus müssen. Nur an diesen Stellen ist es möglich, die Scheibe zu zerstören.“

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