Band „Red Boys“ sorgt seit 2002 zum Gildefest im Rathaussaal für Stimmung

Wenn das Rathaus in den Händen der „roten Jungs“ ist

Die „Red Boys“ spielen im Rathaussaal: Hartmut Laue, Hartmut Posenauer, Horst Leseur und Uwe Hinrichs (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  Bis zum Wildeshauser Gildefest sind es nur noch 17 Tage. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen, und auch das Musikprogramm steht. Während im großen Festzelt verschiedene Bands zu hören sind, ist der historische Rathaussaal auch in diesem Jahr wieder vollends in den Händen der „roten Jungs“, denn einmal mehr will die Band „Red Boys“ wieder für zünftige Stimmung sorgen. Wir haben mit Uwe Hinrichs (Akkordeon, Gesang) und Hartmut Posenauer (Schlagzeug und Gesang) gesprochen.

„Wir spielen seit 2002 ununterbrochen während des Gildefestes im Rathaussaal. Und es ist immer wieder eine tolle Sache und ein echtes Erlebnis“, sind sich die Musiker einig. Das historische Gemäuer sei während der Festtage stets eine Welt für sich: „Unser Vertrag läuft noch bis 2019, dann haben wir das 18. Fest gespielt“, so Hinrichs. Was dann kommt, könne er noch nicht sagen: „Fakt ist jedoch, dass ich nicht erst aufhören möchte, wenn uns keiner mehr hören will.“

Zur Band gehören zudem Hartmut Laue (Trompete und Gesang), Horst Leseur (Saxofon und Klarinette) sowie Ersatz-Saxofonist Kurt Stalling. Wer die Gruppe kennt, der weiß, dass sie nicht etwa nur ein Programm runterspult, sondern jedes einzelne Stück „lebt“ und mit ihrer Musikfolge vollends auf das Publikum eingeht.

„Anders ist das nicht zu machen, wenn du die Leute in Stimmung bringen willst“, so Hinrichs. „Besonderen Wert legen wir darauf, zu betonen, dass alles live gespielt wird. Aus der Konserve, wie das bei vielen anderen Bands der Fall ist, holen wir natürlich nichts“, fügt Posenauer an. Zudem stehe jeder Musiker hinter der Musik, die geboten werde: „Nicht umsonst geht im Saal von Beginn an stets so richtig die Post ab.“ Jeder, der die Treppe hochkomme, wisse, was ihn erwartet: „Diese Feier soll schließlich ein Kontrast zum Festzelt sein. Unser Publikum ist in der Tat zwischen 18 und 80 Jahre alt.“

Beide müssen schmunzeln, wenn sie an Erlebnisse der vergangenen Jahre denken: „Wir haben schon viele lustige Dinge erlebt“, erinnern sich die Musiker. So habe in einem Jahr einmal ein Gildeclub den Namen „Roter Montag“ ins Leben gerufen: „Die gesamte Gruppe hatte sich rote Hemden angezogen und kam am Pfingstmontag geschlossen in den Saal marschiert. Das sollte eine Hommage an uns sein.“ Noch sehr gut könnten sie sich erinnern, wie dann die Stimmung zum Kochen gebracht wurde. Seither erfreue sich auch der kleine „Red Boys“-Button sehr großer Beliebtheit „Fast jeder, der zu uns kommt, läuft am Ende damit rum. Aus diesem Grund haben wir jetzt wieder 1 000 Stück davon geordert.“

Allerdings gibt es auch einige feste Regeln für die Band. „Wenn zum Beispiel Schaffer und König in den Saal kommen, dann werden generell das Wildeshausen-Lied, ,Heil dir o Oldenburg‘ und dann das Niedersachsen-Lied als Medley gespielt“, erzählt Posenauer.

Seine musikalische Laufbahn begann im Jahr 1966 mit dem Eintritt in den Wildeshauser Spielmannszug, in dem er noch heute als Trommler aktiv ist: „Ich habe damals Einzelausbildung gehabt. Das Schlagzeugspielen habe ich mir ein bisschen bei Carl-Heinz Meyer abgeschaut und mir dann selbst beigebracht.“ 1970 habe er sich ein eigenes Schlagzeug gekauft und in verschiedenen kleinen Bands gespielt: „1976 bin ich bei ,Moody Music‘ eingestiegen, die ebenfalls im Rathaussaal gespielt hat.“

Mit einer Melodica hat Hinrichs mit neun Jahren das Musizieren begonnen: „Musiklehrer haben damals zu meinen Eltern gesagt, dass ich musikalisch sei. Und das sollten sie fördern, ich solle es mit einem Akkordeon versuchen.“ 1975 habe er zu Weihnachten ein 48-Bass-Akkordeon bekommen: „Ich habe dann Unterricht genommen. Im ersten Jahr galt es fast ausschließlich, Noten zu lernen, ehe über viele Jahre der Unterricht erfolgte.“

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