Robert Wirth bietet Workshop „Wir holen Shakespeare aus dem Wald“ an

Wenn Hamlet von Kindern zum Leben erweckt wird

Robert Wirth mit der von Hamlet so geliebten Ophelia, die gestorben war, als er aus Dänemark zurückkam. - Fotos: Dejo

Hanstedt - Von Joachim Decker. Er ist seit Jahren bekennender Shakespeare-Fan – Robert Wirth aus Hanstedt in der Wildeshauser Landgemeinde. Dieses Wissen möchte er weitergeben. In einer Art Workshop, den er unter dem Motto „Wir holen Shakespeare aus dem Wald“ zunächst für Kinder anbietet. „Es sollen eben keine trockenen Vorträge werden, sondern wir wollen etwas erleben, die Protagonisten, zunächst aus ,Hamlet‘, aus dem Wald holen“, so Wirth.

Beginn des Projektes soll bereits im kommenden Monat sein. Interessierte können sich ab sofort unter der Telefonnummer 0160/97030675 bei Wirth melden, um sich näher zu informieren. Bis auf die Anreise entstehen den Eltern keinerlei Kosten – Material und ein kleines Catering stellt Wirth zur Verfügung. Ein Besuch im benachbarten Kinder-Café von Karin Sandkuhl kostet jedoch einen kleinen Betrag.

Ziel sei es, dass am Ende nicht etwa nur eine Figur auf dem Tisch steht. „Vielmehr wollen wir sie alle haben, den Guten, den Bösen, den Harmlosen, den Gerissenen und noch einige mehr“, betont Wirth. Zunächst aber wolle er den Teilnehmern das Geschehen in ,Hamlet‘ kindgerecht näherbringen: „Ich erzähle die Shakespeare-Stücke wie einen Comic, das kommt stets sehr gut an, und die Kinder können in die Handlung eintauchen.“ Schließlich müssten sie wissen, um was es geht, wenn sie sich mit Wirth auf den Weg in den Wald machen, um reichlich Ästlein für die Figuren zu sammeln: „Dazu stelle ich zuvor einige von mir bereits erstellte Figuren vor.“

Einige der zahlreichen Shakespeare-Figuren, die Wirth in seiner Werkstatt bereits zum Leben erweckt hat.

Das Geschehen und die Figuren im Kopf, sollten die Kinder mit ihm im Wald auf Entdeckungstour gehen, Äste sammeln, die einer Figur entsprechen oder zu einer gemacht werden können. „Damit möchte ich erreichen, dass die Kinder wieder in der Lage sind, in den Wald zu gehen, um etwas zu entdecken und vor allem überhaupt etwas zu sehen“, so Wirth. Genau das komme leider immer wieder zu kurz: „Es liegt so viel herum, das mit wirklich offenen Augen betrachtet, sehr gut für unser Projekt verwendet werden kann.“ Bei diesen Worten zeigt er auf einige von seinen zig Figuren, die er auf diesem Wege zum Leben erweckt hat: „Ich möchte mit den Mädchen und Jungen die Wirklichkeit herstellen. Eben ohne, auf das Smartphone oder Tablet zu schauen. Diese Dinge sollten während unserer Zeit ruhig einmal aus sein, auch wenn sie sonst eher unverzichtbar sind.“

Hat die Gruppe genügend Material gefunden, geht es zurück in Wirths Werkstatt. Dort soll den Figuren dann „Leben“ gegeben werden. „Dazu nehmen wir Ton, Papier und Farbe, um den Protagonisten ihre Absicht besser einhauchen zu können“, sagt Wirth, der sich auf den Workshop freut: „Ich hoffe, dass sich viele Kinder finden, die Interesse an diesem Projekt haben, sich bei mir melden und dann mitmachen.“

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