Wenn das Eisvergnügen lebensgefährlich wird

Feuerwehr und DLRG üben die Rettung einer eingebrochenen Person

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Sowohl Feuerwehr als auch DLRG rückten mit viel technischem Gerät an, um verunglückten Personen schnell zu helfen.

Wildeshausen - Auch wenn viele Eisflächen nicht frei gegeben sind, konnte so mancher nicht widerstehen und hat sich in den vergangenen Tagen auf einen der Seen in Wildeshausen und umzu gewagt. Ein riskantes Unterfangen, vor dem die Behörden warnen. Rettungskräfte üben für den Fall, dass jemand einbricht.

Um auf einen Notfall vorbereitet zu sein, hatten Einsatzkräfte der DLRG und der Feuerwehr Wildeshausen am Sonntagvormittag beim Pestruper Moor die Rettung eines Eingebrochenen geprobt. Der trug einen speziellen Anzug. Ohne den und schnelle Hilfe kann aus dem Eisvergnügen allerdings schnell eine lebensgefährliche Situation werden.

„Es ist schwierig bis nicht machbar, sich zu befreien“, meint Daniel Engels, Pressewart der Feuerwehr. Wichtig sei es, Kraft zu sparen, auf sich aufmerksam zu machen und auf Rettung zu warten. Passanten, Freunde oder Verwandte des Eingebrochenen sollten nicht übermütig sein und sich in die Nähe des Verunglückten begeben. Stattdessen könnten sie versuchen, ihn mit einem Ast oder einer Jacke herauszuziehen. Und es müsse sofort ein Notruf abgesetzt werden.

„Man muss so ruhig wie möglich bleiben“

Björn Barkemeyer von der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen meint ebenfalls, dass es sehr schwierig ist, selbst herauszukommen. „Man muss so ruhig wie möglich bleiben. Das ist das Wichtigste, auch wenn es etwas blöd klingt“, so der Retter. Es sei manchmal möglich, sich auf dem Rücken herauszurollen und dann langsam und möglichst flach Richtung Ufer zu robben. Dabei sollte man die gleiche Strecke nehmen wie auf dem Hinweg.

Auch die Polizei hat das Thema auf dem Schirm. Es komme schon mal vor, dass Beamte bei beliebten Eisflächen verstärkt Streife fahren, so eine Sprecherin der Polizeiinspektion Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Erst vergangene Woche holten Polizisten Jugendliche von Eisflächen in Altona und der Gemeinde Wardenburg. Da es vorrangig um Gefahrenabwehr gehe, müssten die Unvorsichtigen aber keine Strafe zahlen, informiert die Sprecherin. Sollte die Feuerwehr ausrücken müssen, wird auch dafür keine Rechnung fällig. Es handelt sich um eine Personenrettung, die anders als im Fall einer „Katze im Baum“ nicht kostenpflichtig ist.

Retter haben Boot dabei

Feuerwehr und DLRG werden gleichzeitig alarmiert. Vor Ort haben sowohl die Brandschützer als auch die Wasserretter ein Boot dabei. Wenn die Einbruchstelle in der Nähe des Ufers und eines tragfähigen Untergrunds ist, kann die Drehleiter eingesetzt werden. Aus diesem Grund fand die Übung am Sonntag beim Pestruper Moor statt. Mit der Drehleiter können die Feuerwehrleute den Eingebrochenen schnell und ohne sich zu gefährden zur Hilfe kommen. Allerdings ist die Reichweite begrenzt. Alternativ versuchen die Retter, den Verunglückten mit Leitern oder anderen Hilfsmitteln zu erreichen. 

bor

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