Große Zirkusshow auf dem Hof der Wildeshauser St.-Peter-Schule

Wenn Bauchtänzerinnen einen Tigerpython im Arm haben

Gestern hatten es die kleinen Bauchtänzerinnen noch mit einer großen Stoffschlange zu tun.

Wildeshausen - Sie hat ein Händchen für Kinder, weiß genau, wie sie mit ihnen umgehen muss: Simona Woitschack leitet den Projektzirkus „Circus Smiley“ der derzeit auf dem Hof der Wildeshauser St.-Peter-Schule Station macht, um mit den Kindern der ersten bis vierten Klasse eine tolle Manegen-Show auf die Beine zu stellen.

Seit gestern laufen die Proben, und die Mädchen und Jungen sind mit Feuereifer dabei. „In der Tat“, sagt Woitschack, „es ist ihnen ganz deutlich anzusehen, dass sie Spaß an der Sache haben.“ Es machte Marlin, Mattes, Alexander und Co. auch nichts aus, als Fakire aufzutreten und sich auf das Nagelbrett zu legen. „Heute machen wir das noch mit Pullover, während der Aufführung habt ihr natürlich einen nackten Oberkörper“, betont Woitschack.

„Das war echt toll, hat auch nicht weh getan. Ich habe Simona vertraut. Mal sehen, wie es ohne Pullover ist“, sagte Marlin. Zur Darbietung der Fakire gehört auch, dass sie über Glasscherben laufen. Durften sie gestern noch mit Schuhen, so sind sie während der Aufführung barfüßig. „Davor habe ich auch keine Angst. Wenn es richtig gemacht wird, verletzen wir uns auch nicht“, meinte Mattes, der genau den Anweisungen von Woitschack gefolgt war. Alexander hingegen hatte erst etwas Angst vor dem Nagelbrett: „Dann habe ich gemerkt, dass es echt okay ist. Jetzt habe ich auch keine Bedenken mehr, mich mit nacktem Oberkörper auf die großen Nägel zu legen.“

Zum Auftritt der Fakire gehören auch Bauchtänzerinnen, die gestern schon mit tollen Tüchern tanzen durften. „Zur Aufführung gibt es dann für alle tolle Kostüme“, versprach Woitschack. „Höhepunkt für euch süße Tänzerinnen ist dann, dass ihr einen echten vier Meter langen Tigerpython durch die Manege tragen dürft.“

Aufgeteilt, sind die Schüler in insgesamt 14 Gruppen, die alle etwas Verschiedenes einüben müssen. So gibt es neben den Fakiren und Bauchtänzerinnen einige Akrobaten, Jongleure, Cowboys und -girls, Seiltänzer, Hula-Hoop-Gruppe, Gewichtheber und natürlich Clowns, die in keiner Manege fehlen dürfen. Nicht zu vergessen die Pony- und Ziegendressur, die ebenfalls von den Kindern präsentiert werden.

Immer wieder schaut sich Woitschack den Fortgang der Proben an und ist überaus zufrieden: „Jedes einzelne Kind ist hoch motiviert. Es ist eine solch schöne Sache, mit ihnen zu arbeiten, sie sind so ehrlich.“ Während sie praktisch im Zirkus geboren ist, haben sie und ihr Mann 20 Jahre lange eine Puppenbühne betrieben. „Aber die Zirkusluft hatte ich natürlich immer noch in der Nase“, sagt Woitschack. Vor neun Jahren habe ihr Mann ihr dann den Wunsch erfüllt, einen Zirkus auf die Beine zu stellen: „Ich habe mich als ausgebildete Pädagogin für den Projektzirkus entschieden, um viel mit Kindern arbeiten zu können.“

Sie sieht in diesen Projekten nicht nur viel Spaß für die Kleinen, sondern auch einen großen Lerneffekt: „Dadurch werden die soziale Kompetenz sowie das Vertrauen verbessert, weil sie miteinander etwas tun müsse. Selbst ansonsten eher schüchterne Schüler, gehen voll und ganz aus sich heraus.“

Aufgeführt wird die große Zirkusshow, zu der alle Interessierten eingeladen sind, übermorgen und am Freitag jeweils um 10 sowie um 17 Uhr.

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