Wenn Alkohol der Mauer des Lebens keine Stütze gibt

Viele Mitmachaktionen bei den Jugendfilmtagen in Wildeshausen

Zusammen mit Maria Rüschendorf entfernten die Mädchen wichtige Steine aus der Lebensmauer. - Foto: Rohdenburg
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Zusammen mit Maria Rüschendorf entfernten die Mädchen wichtige Steine aus der Lebensmauer.

Wildeshausen - Wie lassen sich Schüler möglichst effektiv dazu sensibilisieren, dass Rauchen und Saufen nicht nur ungesund sind, sondern im Extremfall ein ganzes Lebensgebäude zum Einsturz bringen können? Mit einer innovativen Jugendaktion zur Suchtprävention haben viele regionale Partner an zwei Tagen einiges bewegt, um bei den Teilnehmern aus den Wildeshauser Schulen ein Bewusstsein dafür zu wecken.

Erstmalig gab es in der Kreisstadt die Jugendfilmtage in Zusammenarbeit von LiLi-Servicekino, Jugendzentrum, Jugendamt des Landkreises, Realschule, Hauptschule, Gymnasium sowie der Fachstelle für Suchtprävention und der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen.

„Bei diesem Projekt geht es in vielen Facetten um das Erwachsenwerden und um die Frage, was wichtig ist im Leben“, umriss Diplom-Pädagogin Beate Pollak vom Jugendamt das Spektrum der Angebote. Zunächst sahen die 270 Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren einen Film im Kino, der ganz bewusst kein Aufklärungsstreifen war. „Es handelt sich um spannende Spielfilme für erwachsene Menschen“, so Pollak. Anschließend ging es ins Jugendzentrum, wo ein spezieller Parcours mit Mitmachaktionen aufgebaut war.

„Alkohol trägt eben nicht“

So bauten Jenny, Larissa, Celine und Zokre aus der Klasse 7a der Hauptschule am Donnerstag eine Mauer aus Steinen. Darauf standen Begriffe wie „Freunde“, Beziehung“, „Familie“, „Geld“, „Shoppen“ oder „Sport“. „Wir haben eine stabile Mauer gebaut“, erklärten die Mädchen, die dann aber Steine mit Begriffen entfernen sollten, die ihnen wichtig erschienen. Lange Zeit hielt die Mauer, und Maria Rüschendorf von der Fachstelle Suchtprävention bot den Schülerinnen zudem kleinere Steine an, auf denen „Alkohol“ stand. Diese halfen aber nicht, die Mauer zu stützen, sodass sie irgendwann in sich zusammenfiel. „Alkohol trägt eben nicht“, so Rüschendorf.

An anderen Stationen beantworteten die Mädchen und Jungen Fragen zu den Themen Alkohol und Nikotin, in der „Rauchfrei-Lounge“ setzten sich die Schüler auch mit dem Gebrauch von Shishas auseinander.

Alle Teilnehmer bereiteten die Erfahrungen später noch im Klassenverband auf. Dafür hatten die Lehrer gesonderte Infomaterialien erhalten. - dr

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