Weiterer Schritt Richtung UZW

Fachausschuss erstaunt über das Nutzungskonzept fürs alte Feuerwehrhaus

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Schon seit Jahren ist ein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) ein Thema in der Stadt. Während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur wurden am Donnerstagabend weitere Vorschläge abgesegnet, dieses im alten Feuerwehrhaus unterzubringen. Allerdings bereiteten Jens-Peter Hennken (CDU) die Kosten Kopfzerbrechen, die bis dato allerdings noch nicht beziffert werden konnten.

Vorgestellt wurde das Nutzungskonzept „Alte Feuerwache“ von Daniela Baron vom Stadtmarketing, die der Expertengruppe angehört, die sich schon seit einiger Zeit intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, war ein Architekturbüro aus Stuttgart. „Aus diesem Grund stelle ich Ihnen das heute grob vor. Der Weg wäre zu weit gewesen“, betonte Baron.

Was die Ausschussmitglieder dann zu sehen bekamen, versetzte einige dann doch ins Staunen. So war mit dem Konzept an rein alles gedacht: UZW, Info-Shop, Fahrradverleih, Ausstellung der Feuerwehr und Gastronomie im Erdgeschoss. Weiter ging es ins Obergeschoss, wo genügend Raum unter anderem für Museumspädagogik, Besprechungsräume und die Fortsetzung der Gastronomie zur Verfügung steht. Damit wurde auch dem Antrag der SPD entsprochen, den Vereinen Raum zu bieten.

Voll des Lobes waren die Vertreter aller Fraktionen, über ein so „ansprechendes und umfangreiches“ Konzept. Klaus Schultze (Grüne) wollte jedoch der Nutzung von Vereinen einen Riegel vorschieben: „Das kann uns sehr schnell aus dem Ruder Laufen. Außer für UZW, Bürger- und Geschichtsverein, Verkehrsverein und Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest sollten wir die Türen nicht öffnen. Die museale und touristische Nutzung müssen Vorrang haben.“ Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Hennken hingegen wollte schon die vorgesehenen Planungskosten in Höhe von 170.000 Euro an den Finanzausschuss verweisen und die Verwaltung beauftragen, eine Budgetierung vorzunehmen: „Außerdem wissen wir noch nichts über die Kosten, unser Haushalt ist knapp. Wir sollten an andere Dinge denken, an Investitionen in Schulen und Kindergärten.“ Zudem solle versucht werden, Träger für eine solche Einrichtung zu bekommen.“

Während Bürgermeister Jens Kuraschinski dahingehend aufklärte, dass die Plaungskosten zu 50 Prozent bezuschusst werden, machte Rainer Kolloge (UWG) deutlich, dass ein solches Zentrum eine große Chance für Wildeshausen sei: „Daher sollten wir nicht anfangen, jetzt wieder alles zu zerreden. Der gleichen Meinung zeigten sich Evelyn Goosmann (SPD) und Kreszentia Flauger (Linke).

Gegen die Stimme von Hennken sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass die Verwaltung ein Betreibermodell und ein Finanzierungskonzept mit Kosten für das Nutzungskonzept erarbeitet, das Auskunft über mögliche Finanzierungspartner und Fördermittel gibt. „Förderung ist bis zu zwei Drittel möglich“, betonte Baron.

Rubriklistenbild: © dpa

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