Alle Ergebnisse sollen am Freitag vorliegen

Weitere Infizierte bei Geestland

Hier werden 1 100 Mitarbeiter getestet: die Geestland-Schlachterei in Wildeshausen. 
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Hier werden 1 100 Mitarbeiter getestet: die Geestland-Schlachterei in Wildeshausen. Foto: dr
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Wildeshausen – Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen im Landkreis beträgt seit Mittwoch 264 bestätigte Fälle (inklusive genesener und verstorbener Personen) einer Covid-19-Erkrankung, hervorgerufen durch das Virus Sars-CoV-2.

Testungen am Dienstag im Wildeshauser Schlachtbetrieb Geestland haben weitere positive Coronafälle ergeben. Das teilte der Landkreis Oldenburg am Mittwoch mit. Es seien Mitarbeiter aus verschiedenen Arbeitsgruppen betroffen.

„Insgesamt gibt es dort bei 341 getesteten Personen nun 35 positive Covid-19-Fälle“, erklärte Kreissprecher Oliver Galeotti mit Verweis auf den Stand von Mittwoch um 14.30 Uhr. Darin eingerechnet sei die Mitarbeiterin, deren Infektion mit dem Virus Sars-Cov-2 am Sonntag das Infektionsgeschehen aufgedeckt hatte. Unter den 35 positiv getesteten Beschäftigen des Betriebes befinden sich nach Angaben von Geestland vier Festangestellte und 31 Werkvertragsbeschäftigte. „Alle 35 positiv getesteten Produktionsmitarbeiter haben sich privat eine Unterkunft angemietet, davon wohnt eine Person in einer Gemeinschaftsunterkunft“, so das Unternehmen. 18 der 35 positiv Getesteten lebten zudem im Landkreis Oldenburg. Die übrigen wohnten in der Umgebung.

Landrat Harings: Menschenleben schützen

„Es ist immens wichtig, weiterhin alles zu tun, um das Geschehen in den Griff zu bekommen. Bei allem, was wir tun, ist es unsere vordringlichste Aufgabe, Menschenleben zu schützen“, wird Landrat Carsten Harings in der Mitteilung des Kreises zitiert. Für die Infizierten wie auch die Kontaktpersonen habe die Kreisverwaltung eine Quarantäne verfügt. „Und bei allem ist es besonders im Privatleben wichtig, Abstand zu halten und eine Maske zu tragen“, so Harings weiter.

Seit Mittwoch werden auch auf Initiative des Unternehmens Geestland alle Mitarbeiter erneut getestet. Die Proben würden von einem privaten Labor entnommen, aber „unter enger Aufsicht des Gesundheitsamtes durchgeführt“, wie Galeotti ankündigte. 1 100 Beschäftigte seien betroffen.

Geestland: Wir haben unverzüglich gehandelt

„Es muss jetzt sehr schnell gehen. Auch unsere Experten sind dabei“, so Galeotti, der deutlich machte, dass man den Großteil der Ergebnisse am Freitag erwartet.

Geestland--Geschäftsführer Norbert Deeken hatte am Dienstag bei der Bekanntgabe der 23 Infizierten betont: „Wir haben unverzüglich gehandelt, arbeiten eng mit der Behörde zusammen und wollen rasch Klarheit schaffen.“

Im Sinne des Infektionsschutzes hätte das Unternehmen die Vorschriften nochmals verschärft und sie allen Beschäftigten in mündlicher wie schriftlicher Form über Aushänge und Monitore in ihrer jeweiligen Muttersprache zur Verfügung gestellt.

Neben der intensiven Schulung aller Mitarbeiter auf das nochmals intensivierte Hygienekonzept gehören dazu unter anderem zusätzliche Pausenräume zur Einhaltung der Abstandsregelungen, die komplette Trennung der unterschiedlichen Arbeitsschichten, um eine potenzielle Ansteckung so gering wie möglich zu halten, sowie eine 14-tägige Quarantänepflicht vor Aufnahme der jeweiligen Tätigkeit für alle Beschäftigten, die aus einem Risikogebiet zurückkehren.

264 registrierte Fälle im Landkreis Oldenburg

Das Unternehmen verspricht zudem, zusätzliche Fahrkapazitäten (mit ausreichend Abstand und Mundschutzpflicht) für die Werkvertragsbeschäftigen, die bislang in größeren Gruppen zu ihrem Arbeitsplatz gefahren sind, zu schaffen.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen im Landkreis Oldenburg beträgt 264 bestätigte Fälle (inklusive genesener und verstorbener Personen) einer Covid-19-Erkrankung, hervorgerufen durch das Virus Sars-CoV-2.

dr

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