Mittlerweile können 60 Prozent der Coronainfektionen nicht mehr klar eingegrenzt werden

Weiter starker Anstieg in Wildeshausen

Desinfizieren und Maske tragen: Dennoch steigen die Infektionszahlen in Wildeshausen und Großenkneten weiter. 
Symbolfoto: dpa
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Desinfizieren und Maske tragen: Dennoch steigen die Infektionszahlen in Wildeshausen und Großenkneten weiter. Symbolfoto: dpa

Wildeshausen – Die Zahl der diffus verteilten Neuinfektionen im Landkreis Oldenburg mit dem Coronavirus steigt extrem: Nannte die Kreisverwaltung am Donnerstag noch 214 Fälle, stieg die Zahl binnen 24 Stunden auf 241. Angesichts von insgesamt 359 aktuellen Fällen sind das zwei Drittel. Und bei diesen Personen hat das Gesundheitsamt in der Regel deutlich mehr Arbeit mit der Nachverfolgung.

Auffällig ist, dass die Zahlen in der Stadt Wildeshausen sowie der Gemeinde Großenkneten am stärksten steigen. In Wildeshausen gibt es neun Infektionen mehr. Registriert sind hier nun 123 Infizierte. In Großenkneten sind es fünf Personen mehr. Somit gibt es hier 116 Infizierte.

Zu den definierbaren und eingrenzbaren Infektionsschwerpunkten gehören weiter die Fleisch- und Schlachtbranche (57 Fälle), Pflegeeinrichtungen (45 Fälle) und eine Trauerfeier (16).

Zu den Zahlen nimmt der „Aktionskreis Würdiges Leben und Arbeiten in Großenkneten“ mit seinem Sprecher Georg Zind Stellung: „Es wundert uns nicht, dass wir in Großenkneten gleichauf mit der Kreisstadt Wildeshausen bei den Infektionszahlen ganz vorne ,mitspielen‘. Dies auch, wenn es in der Gemeinde Großenkneten ein differentes Infektionsgeschehen gibt und gab, also auch andere nicht die Fleischindustrie betreffenden Infektionsketten mit dazu beigetragen haben.“

Leider seien speziell in Ahlhorn alle migrantische Menschen von einem Gelingen oder Scheitern der präventiven Maßnahmen direkt betroffen (wegen der Einkaufsorte, Wohnorte, Werksverkehren, Arbeits-, öffentlichen und privaten Kontakten). Dies gelte etwas abgemildert für die gesamte Bevölkerung in Ahlhorn.

„Wir sehen jetzt die dringende Notwendigkeit vonseiten des Landkreises und der Gemeinde Großenkneten, mit den verantwortlichen Unternehmen und Subunternehmen in der Schlachtindustrie, über die Einhaltung der Infektionsschutzregeln und die Installation von weiteren zielführenden Maßnahmen zu sprechen und diese zu veranlassen“, so Zindl. „Ich nehme die Botschaft unseres niedersächsischen Ministerpräsidenten Weil hierzu als Appell an die Verantwortlichen: Die Infektionszahlen steigen und steigen. „Das darf nicht so weitergehen, sonst haben wir die Pandemie nicht unter Kontrolle. Das müssen wir unter allen Umständen vermeiden.“

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