Organisator Frank Stauga ist zufrieden mit dem Verkauf auf dem Marktplatz

Weihnachtsmarkt erstmals ohne städtischen Zuschuss

Lasse Thielsch, Thomas Bannas und Timo Schwindt (v.r.) leerten die Hütte und bauten sie ab.

Wildeshausen - Das Wildeshauser Weihnachtsdorf zieht wieder um. Die Hütten wurden am Donnerstag vom städtischen Bauhof auf Anhänger geladen und in verschiedene Lager gebracht. Manche Bude, wie beispielsweise das Häuschen von Braumeister Thomas Bannas, kommt im kommenden Jahr allerdings an anderer Stelle bei weiteren Veranstaltungen wieder zum Vorschein.

Bereits früh am Morgen waren Bannas, sein Auszubildender Lasse Thielsch sowie Timo Schwindt dabei, die Hütte vor dem Stadthaus zu demontieren. Zehn Tage lang gab es dort Glühbier sowie andere regionale Spezialitäten in flüssiger Form. „Es ist gut gelaufen“, so die Bilanz von Bannas. Lediglich die beiden letzten Tage seien wegen des schlechten Wetters nicht so erfolgreich gewesen wie erhofft.

„Grundsätzlich war das Wetter aber gut“, freute sich Organisator Frank Stauga. Er ist der Verantwortliche der Gastronomen und sorgte dafür, dass die Hütten an der richtigen Stelle standen. Zudem muss Stauga darauf achten, dass nach dem Weihnachtsmarkt die Kasse stimmt. „Es ist das erste Jahr, dass wir ohne die Anschubfinanzierung der Stadt in Höhe von 3 000 Euro auskommen mussten“, berichtet er während des Abbaus. Er sei zuversichtlich, dass das gut geklappt habe. Die jeweiligen Standbetreiber seien dementsprechend höher belastet, auf der anderen Seite nehme die Beliebtheit des Marktes weiter zu, erklärt er. „Es kommen viele Besucher aus der Umgebung von Wildeshausen“, hat Stauga festgestellt. „Sie mögen unser tolles Ambiente.“

Gleichzeitig hat der Gastronom aber festgestellt, dass es mittlerweile einige kleinere Märkte gibt, die ebenfalls auf „natürliche Zutaten“ wie Holzhütten setzen und auf bunte Licher verzichten. „Das gefällt uns, dass sich dieser Trend durchsetzt“, so Stauga. „Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Auf dem Weg ins Lager: Die Hütten des Weihnachtsmarktes wurden wieder abtransportiert. - Fotos: dr

Obwohl die Anschubfinanzierung der Stadt weggefallen ist, können die Organisatoren auf die Hilfe des Stadtmarketings ebenso zählen wie auf die Dienste des Bauhofes. Die Mitarbeiter sorgten mit ihrem Fuhrpark dafür, dass beim Auf- und Abbau alles reibungslos ablief.

Nach dem Abtransport der Hütten bleibt nun nur noch das Häckselgut auf dem Marktplatzpflaster. „Das wird sehr sorgfältig nach Fremdstoffen durchsucht, damit es nachher kompostiert werden kann“, kündigt Stauga an.

Schon jetzt ist klar, dass es auch 2019 einen zehntägigen Markt geben wird. „Das hat sich bewährt“, so Stauga, der einen Vertrag mit der Stadt bis 2021 hat. Auch der historische Markt wird im kommenden Jahr wieder vor der Kirche veranstaltet. Da das Geschäft an dem Auftaktwochenende so gut läuft, kommt das nordische Marktvolk auf eigene Kasse und nicht gegen Gebühr nach Wildeshausen – wie es andernorts der Fall ist. „Darüber sind wir sehr froh“, sagt Stauga. Dann greift er wieder zum Akkuschrauber, um seine Hütte zu zerlegen. - dr

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