Weihnachtsmarkt beschert gute Umsätze/Budendorf wieder abgebaut

Kühles Bier gefragter als winterliche Heißgetränke

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Innerhalb weniger Stunden wurden die Weihnachtsmarktbuden abgebaut und weggebracht.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Das Tombola-Auto der Rotarier hat einen glücklichen Gewinner gefunden, der letzte Glühwein ist ausgeschenkt, und die Hütte der Fleischerei Thale wurde bereits am Sonntagabend abgebaut. Der zweite Weihnachtsmarkt der Wildeshauser Wirtegemeinschaft ist Geschichte. „Eine Erfolgs-Story“, sagt Organisator Frank Stauga.

Bei frühlingshaften Temperaturen bauten die Marktbetreiber am 17. Dezember auf, bei noch milderer Witterung zerlegten sie am Montag das Budendorf wieder. Das Klima bot eine ungewöhnliche Herausforderung für einen Weihnachtsmarkt, bei dem vorwiegend Heißgetränke ausgeschenkt werden sollen. „Die Wirte haben Bier nachgeordert“, erzählte Stauga gestern und fügte lächelnd hinzu: „Beinahe hätten wir sogar die Cocktails rausgeholt.“ An seinem Stand kam der Glühwein aber dennoch gut an.

Überhaupt war die Resonanz auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt positiv. „Die Leute finden es gut, dass er nicht die ganze Adventszeit über aufgebaut ist“, hat Stauga erfahren. Denkbar sei es aber, die Öffnungszeit noch ein wenig zu verlängern. Das müsse jedoch in Absprache mit dem Stadtrat geschehen.

Der Vertrag mit den Wildeshauser Wirten wurde über eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Diese Frist galt als Mindestzeit, um das neue Konzept zu etablieren. Ziel ist es, den Markt „natürlicher“ wirken zu lassen. Auf Kunststoffdekoration oder grellbunte Beleuchtung sollte verzichtet werden. Auf dem Pflaster wurde Häckselgut aufgebracht, die Hütten sind aus Holz und zu großen Teilen geflämmt.

Einen herben Rückschlag mussten Stauga und die anderen Gastronomen hinnehmen, als im Sommer alle fertigen Buden und einige zusätzliche Hütten, die noch hergerichtet werden sollten, beim Brand der Bahnhofshalle vernichtet wurden. Zwar hatte die Versicherung den Warenwert ersetzt, dennoch musste Stauga schnell neue Buden zusammenzimmern. Dazu kamen neun Hütten von der Diakonie Himmelsthür, die am ersten Marktwochenende genutzt wurden. Fünf davon blieben auf dem Marktplatz stehen und sollen nach Möglichkeit auch im kommenden Jahr ausgeliehen werden, um ein einheitliches Ambiente gewährleisten zu können.

Während die Getränke und Speisen auf dem Markt gut konsumiert wurden, lief es bei den Kunsthandwerkern eher zäh. Offenbar kommen nur wenige Besucher auf den Weihnachtsmarkt, um Geschenke zu erwerben.

„Ich finde es dennoch schön, dass sie unterstützend dabei sind“, so Stauga. Ob das im kommenden Jahr angesichts der geringen Resonanz bei den Kunden auch so sein wird, bleibt jedoch abzuwarten. Zudem wird es ein paar Korrekturen geben, was die Gestaltung der Stände betrifft. „Bei der Optik werden wir nachjustieren“, so Stauga. Bewährt habe sich auf jeden Fall, dass wieder ein großer Weihnachtsbaum in der Mitte des Marktplatzes steht. „Das war deutlich schöner als vergangenes Jahr“, sagt der Organisator.

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