Weiberfastnacht in der „Brasserie"

Wenn „Schäfer Heinrich“ die Hüllen fallen lässt

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Bester Laune zeigten sich die Frauen.

Wildeshausen - Er hatte mehrere Gesichter – der Stripper, den Wirt Stefan Thuns für die Weiberfastnacht in der „Brasserie“ in Wildeshausen eingeladen hatte. Er kam auch als „Schäfer Heinrich“ und Rosenkavalier. Mit dieser Fete wurde auch in der Wittekindstadt am Donnerstagabend die heiße Phase der „tollkühnen“ Tage eingeläutet.

Thuns hatte mit der Verpflichtung dafür gesorgt, dass es unter den partyfreudigen Frauen so richtig knisterte – vor allem erotisch. Nicht umsonst lautete das Motto schließlich „Only for Ladys“. So gehörte die Location in der Tat ganz den Frauen, denn nur wenige Männer waren als Begleiter dabei. „Wir hatten rund 80 Gäste, die von der ersten Minute an so richtig gut drauf waren und bis 2 Uhr gefeiert haben“, betonte Thuns. Einmal mehr hätten die Frauen gezeigt, wie es ist, wenn sie an der Macht sind.

Groß schien beim weiblichen Publikum die Erwartung, als Thuns verkündete, es komme noch jemand, der die Hüllen fallen lässt. Doch wer schließlich mit Hemd und Hose um sich werfen sollte, blieb bis etwa 23 Uhr offen. Dann kam er – verkleidet als „Schäfer Heinrich“ – und ließ sehr zur Freude der Frauen nach und nach die Maske und auch die Hüllen fallen. Zunächst aber nur verhalten. Denn plötzlich war er nicht mehr „Heinrich“, sondern ein berockter Schotte, der die Frauen mit Rosen überraschte.

Unter tosendem Beifall drehte er dann sogar noch eine Tanzrunde auf Bänken und Tischen. Froh gelaunt forderten die Frauen lautstark jedoch „mehr ausziehen“. Die Wellen der Begeisterung schlugen schließlich mit jedem zu Boden fallenden Stück Stoff höher. „Wir sind inzwischen das dritte Mal an Weiberfastnacht mit unserer Clique dabei, wir haben hier sogar seit fünf Jahren unseren Stammtisch“, freute sich Karin Richter. Zusammen mit ihren Freundinnen Gudrun Brand, Christiane Dannemann, Helga Roschke und Mausi Huntemann wollte sie einfach nur ihren Spaß. Und dafür hatten sich alle entsprechend in Schale geschmissen. „Das gehört zum Karneval einfach dazu. Eigentlich wollten wir den Männern die Krawatten abschneiden, aber leider haben wir die Schere vergessen“, sagte Helga Roschke.

Viel Spaß hatte auch das Frauentrio Petra Megger, Christina Kuraschinski und Anke Bocklage aus Wildeshausen. „Einmal unter sich sein und das eine oder andere Wort so richtig über die Männer lästern, das ist an diesem Tag eben auch mal drin“, waren sich die drei einig. Doch in erster Linie wollten sie ebenso ausgedehnt feiern und ihren Spaß haben.

So sahen es auch Ramona Schmidt, Lesli Braumann und Nicoletta Müller aus Delmenhorst. „Bei uns gibt es die Möglichkeit nicht, Weiberfastnacht zu feiern“, meinte Schmidt.

Das Konzept aus Party und Unterhaltung kam beim weiblichen Publikum offenbar gut an. Auch nach dem Haupt-Act des Abends ging es bei guter Laune fröhlich weiter.

„Es ist immer wieder sehr schön anzuschauen, dass es nicht ausschließlich die jüngeren Generationen sind, die ausgelassen feiern“, erzählte Thuns. Damit sprach er die Tatsache an, dass durchaus auch das ältere Semester sichtlich Spaß an dieser Fete hatte: „Unser Gast ist bei allen Altersgruppen gut angekommen. Auch wenn sich einige Frauen anfangs noch geziert haben.“

jb/jd

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