Von wegen Bierbauch

Brauer Thomas Bannas begrüßt Kalorienangaben für Bier

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Lässt sich in den Braukessel gucken: Thomas Bannas ist für Transparenz.

Lohmühle - Brauwasser, Gerstenmalz und Hopfen: Diese Zutaten werden auf den Bierflaschen, die Thomas Bannas in Lohmühle befüllt, genannt. Sein Dachverband, der Deutsche Brauer-Bund, hat neulich für Aufsehen gesorgt, als er seinen Mitgliedern empfahl, künftig auch die Kalorienangabe auf das Etikett zu drucken. Eine Initiative, die der 52-jährige Bannas grundsätzlich begrüßt.

„Viele sagen immer, man bekommt einen Bierbauch vom Bier trinken“, sagt der Privatbrauer. Dabei sei der Gerstensaft eher ein Appetitanreger. Zum Beispiel für den Döner in einer langen Partynacht oder die Schweinshaxe in der Gaststätte. Für seine vier Sorten, die er seit 2014 in der Landgemeinde braut, listet er folgende Kalorienwerte für 100 Milliliter auf: Landbier 41 Kilokalorien, Pilsener 42, Weizen 44 und Spezial 45. Die zugrunde liegenden Messwerte stammen aus dem vergangenen Jahr. „Bei Milch sind es 47 und bei Apfelsaft 46“, ergänzt er. Rotwein habe dagegen mehr als 70 Kilokalorien pro 100 Milliliter. „Bier ist also gar nicht die Kalorienbombe, für die manche Leute es halten“, schlussfolgert Bannas.

Doch wie kommen die Kalorien eigentlich ins Bier? Über den Alkohol, erklärt der 52-Jährige. Je mehr Prozente, desto mehr Brennwert. Demzufolge wären Dickmacher eher Mischungen wie Cola-Whiskey, auch wegen des hohen Zuckergehalts.

Kalorienhinweis wird empfohlen

Der Brauerverband empfiehlt seinen Mitgliedern, den Kalorienhinweis in diesem Jahr auf den Flaschen anzubringen. Bannas hat allerdings gerade erst neue Etiketten geordert. „Ich habe noch mehrere 100 .000 Stück liegen.“ Die müssten erst einmal verbraucht werden, meint er. „Deswegen werde ich die Idee nicht sofort umsetzen.“ Sollten aber im Laufe des Jahres seine Vorräte schwinden und genaue Informationen zur Art und Weise des Hinweises vorliegen, werde er ihn wahrscheinlich hinzufügen.

Die Lohmühler Brauerei produziert rund 40 .000 Liter pro Jahr. Das ist nichts im Vergleich zu den Branchengrößen, aber Bannas schätzt das Handwerkliche an seinem kleinen Betrieb. „Wir machen alles selber: putzen, wiegen und schmecken. Da kriegt man aber auch mehr mit.“ Und dann muss er zurück zum Braukessel. bor

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