Neuer zweiter Vorsitzender

DRK: Wechsel in der Führungsspitze

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Neuwahlen, Verabschiedungen und Ehrungen: Vorsitzender Thomas Harms mit Rene Hellmann, Günter Warrelmann und dem Kreis-Geschäftsführer Michael Venzke (hinten, von links) sowie Inge Bitter, Helga Backhus und Sylvia Ebinger (vorne, von links).

Wildeshausen – Mit Marcell Hollinden hat die DRK-Ortsgruppe Wildeshausen-Dötlingen einen neuen zweiten Vorsitzenden. Er wurde am Mittwochabend während der Jahreshauptversammlung im Pielepoggenraum der „Gildestube“ einstimmig zum Nachfolger von Günter Warrelmann gewählt, heißt es in einer Pressemitteilung. Letzterer ist schon seit 60 Jahren beim Roten Kreuz und bekleidete das Amt des zweiten Vorsitzenden für 28 Jahre.

Vorsitzender Thomas Harms hob hervor, dass die DRK-Mitglieder im vergangenen Jahr insgesamt 19 901 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet haben. Er wies erneut darauf hin, dass er im kommenden Jahr nicht erneut für das Amt des Vorsitzenden kandidieren wird. Die Veränderungen in der Führungsspitze werden sich also fortsetzen.

Während der Versammlung ging es auch um die einzelnen Arbeitsbereiche des DRK in Wildeshausen. Sylvia Ebinger hört als Leiterin der Kleiderkammer auf und wurde verabschiedet. In ihrem Bericht betonte sie, dass die Arbeit sie und ihre Kolleginnen „oft an unsere Grenzen“ gebracht habe. Die 23 Frauen haben 6 557 Stunden ehrenamtlich gearbeitet – über 600 mehr als im Vorjahr. „Die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist ungebrochen groß“, sagte Ebinger. So seien 80 Tonnen Altkleider und Wäsche zur Verfügung gestellt worden, von denen 60 Prozent noch gut bis sehr gut erhalten waren.

An den Öffnungstagen kamen durchschnittlich 180 bis 250 Personen. Anfang dieses Jahres ist die Kleiderkammer vom Grünen Weg in die Halle am Bahnhof umgezogen, wo am Eröffnungstag 240 Kunden erschienen. „Unser Ehrenamt ist mehr denn je gefordert“, befand Ebinger. Anita Brengelmann tritt ihre Nachfolge als Leiterin gemeinsam mit Ulla Schulte und Michaela Petersen an, die schon lange in der Kleiderkammer arbeiten. Im Sommer oder Herbst wird es eine öffentliche Festveranstaltung geben.

Im DRK-Mehrgenrationenhaus treffen sich mittlerweile 42 Gruppen. Im vergangenen Jahr wurden 21 543 Besucher gezählt. Das Angebot wird regelmäßig überprüft und angepasst. In Kooperation mit der AOK sind so zwei Kurse für Angehörige von Menschen mit Demenz über die Bühne gegangen. Die Teilnehmer erhielten praxistaugliche Tipps. Unter anderem ging es darum, wie sie die dementen Menschen in ihren Alltag einbinden können. Da das Angebot sehr gut genutzt wurde, soll es in diesem Jahr weitere Kurse geben. Die Ehrenamtlichen investierten rund 8 500 Stunden in die Arbeit im Mehrgenerationenhaus.

Was die Jugendarbeit angeht, hat sich die im Sommer 2017 neu gegründete Gruppe inzwischen etabliert. 20 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren nehmen an den Aktionen des Jugendrotkreuzes teil. Für dieses Jahr ist unter anderem die Besichtigung des Rettungshubschraubers „Christoph 6“ in Bremen geplant.

Die DRK-Bereitschaft integrierte einige neue Mitglieder. Bei neun Blutspenden wurden 1 400 Personen zur Ader gelassen. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 2 775 Stunden.

Harms ehrte Helga Backhaus (Kleiderkammer, fünf Jahre), Rene Hellmann (Mehrgenerationenhaus, fünf Jahre) und Inge Bitter (Mehrgenerationenhaus, 45 Jahre) für ihren Einsatz und teils langjährige Mitgliedschaft.

Die Aktion „Deckel gegen Polio“ läuft weiterhin rund. Seit Mai 2016 haben das Mehrgenerationenhaus und die Rotarier rund zehn Tonnen Deckel gesammelt. Für das Geld aus der Verwertung des Plastiks konnten wir rund 30 000 Impfungen durchführen lassen, freute sich Harms. Die Deckel aus Polyethylen oder Polyprophylen werden in Lüneburg weiterverarbeitet.  bor

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