Wassersportverein Wildeshausen tauft sein neues Gig-Boot

Zum alten „Max“ gesellt sich ein junger „Moritz“ hinzu

„Schluckweise“ durften Joan (4) und Frieda (3) das neue Gig-Boot (Wanderruderboot) „Moritz“ taufen. Einige Mitglieder des Wassersportvereins Wildeshausen hielten den großen Moment mit Handy-Kameras für die Nachwelt fest. - Foto: Bohlken

Wildeshausen - Von Jürgen Bohlken. Eine zerberstende Sektflasche wollten die Mitglieder des Wassersportvereins Wildeshausen (WSW) „Moritz“, ihrem neuen Schatz im Bootshaus, nicht zumuten. Und so begnügten sie sich am Sonntagvormittag während der Taufe nach dem Frühlingsrudern damit, ein paar Schlucke Wasser über den Bug zu gießen. Diesen feierlichen Part durften zwei Kinder, Frieda (3) und Joan (4), übernehmen.

Der WSW-Vorsitzende Jochen Kranz läutete das Prozedere mit einigen Versen aus der Feder des Lyrikers Walter Helmut Fritz ein: „Denk an ein Boot, um hinüberzukommen ans andere Ufer! Denk an die Ruder, die sich bewegen in ihren Angeln! Denk an die Fahrt, an den Wind der Verwandlung! Denk an das Boot, bis es vor dir liegt und dich erwartet!“

Zu dem leuchtend roten „Moritz“, einem Gig-Boot, gibt es beim WSW getreu der berühmten Lausbubengeschichte von Wilhelm Busch ein Pendant namens „Max“. Davon allerdings ist der redensartliche Lack längst ab. Der Verein, der „Max“ seit 17 Jahren in seinem Besitz hat, schätzt dessen Alter auf zwischen 40 und 45 Jahre.

„Moritz“ hat sich der WSW rund 4300 Euro kosten lassen. Bei dem Einer aus der Bootswerft Rehberg in Celle handelt es sich nicht um ein Renn-, sondern ein Wanderruderboot – ausgesprochen gut geeignet für Breitensportler. Der WSW nutzt den „Neuzugang“ schon seit Monaten. Daher war die Taufe fast überfällig.

Mit seiner Entwicklung ist der Verein zufrieden. 169 Mitglieder hat er in seinen Reihen, darunter etwa 90 aktive. Von rund 30 Anfängerkursteilnehmern im Rudern und Paddeln im vergangenen Jahr halten etwa 20 dem Wassersport weiterhin die Treue.

Erfreulich sei, so Sportwart Uwe Spalthoff, dass es 2016 im Unterschied zu den Vorjahren keinerlei Probleme mit Hechtkraut in der Hunte gab. Die Jahresleistung aller WSW’ler lag bei ungefähr 28.000 Ruder- und etwa 5 000 Paddelkilometern. Wie am Rande der Bootstaufe anklang, ist der Verein den Aktiven Hartmut Lindner (Bootswart) und Antje Kläner besonders dankbar dafür, dass sie „das Revier“ der Wassersportler müllfrei und sauber halten. Beide sind im Übrigen auch passionierte Paddler. Kläners Jahresleistung in dieser Disziplin lag im vergangenen Jahr bei 1002 Kilometern. Lindner paddelte sogar 1 105 Kilometer.

Sehr gut angenommen worden sei 2016 das Rudern am Sonntagmorgen, vermeldete Pressewartin Claudia Rohmann. Mittwochsnachmittags habe sich die Seniorengruppe unter der Leitung von Heinrich Klein getroffen; dem Rudern habe sich dabei jeweils eine Kaffeerunde angeschlossen. Berufstätige Ruderer hätten – ebenfalls mittwochs – gemütliche Abendfahrten unter der Leitung des Vorsitzenden Jochen Kranz unternommen. Auch der jugendliche Nachwuchs sei sehr aktiv gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

BVB kriselt weiter: Champions-League-K.o. nach 1:2

BVB kriselt weiter: Champions-League-K.o. nach 1:2

4:1-Sieg: Leipzig überrollt Monaco

4:1-Sieg: Leipzig überrollt Monaco

Simbabwes Präsident Robert Mugabe zurückgetreten

Simbabwes Präsident Robert Mugabe zurückgetreten

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Meistgelesene Artikel

Kunsthandwerkertage in Dötlingen

Kunsthandwerkertage in Dötlingen

Abberufungsantrag gegen Wolfgang Sasse

Abberufungsantrag gegen Wolfgang Sasse

Karten für Christina-Lux-Konzert noch zu haben

Karten für Christina-Lux-Konzert noch zu haben

„freiraum“ widmet sich mit Thementag dem Klimaschutz

„freiraum“ widmet sich mit Thementag dem Klimaschutz

Kommentare