Initiative Kaiserstraße kritisiert die Stadt

„Was, wenn hier ein Kind überrollt wird?“

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Die Einfahrtverbote auf die Kaiserstraße in Wildeshausen werden oft nicht befolgt. Es drohen dann Anzeigen.

Wildeshausen - Der Ton wird rauer, nachdem die örtliche Bürgerinitiative (Bi) zwei Jahre lang Busse, Laster sowie Trecker aufgeschrieben hat, die die Wittekind- und Kaiserstraße in Wildeshausen unbefugt befuhren. Es wurden Tausende Anzeigen geschrieben, und der Stadtrat hat nach langen Diskussionen neue Durchfahrtsregelungen für schwere Fahrzeuge beschlossen, die von der Stadtverwaltung umgesetzt wurden – dennoch fahren laut der Bi weiterhin monatlich mehr als 100 Kraftfahrzeuge rechtswidrig durch die Stadt.

„Und nun lassen Sie es hier zum Unglück kommen, und ein 40-Tonner überfährt ein Kind. Dann wird sicherlich die Frage aufkommen, was die Stadt unternommen hat“, schreibt die Initiative an Bürgermeister Jens Kuraschinski. „Bisher können Sie nur antworten: Nur noch mehr Schilder von denen aufgestellt, an die sich bisher auch kaum jemand gehalten hatte. Das wird vermutlich nicht reichen.“

Ulrich Stolle-Warkotz von der Bürgerinitiative verweist in seinem Schreiben auf eine Pressemitteilung der Stadt vom 16. März, in der festgestellt wird, dass durch den Begegnungsverkehr von schweren Fahrzeugen auf der Wittekind- und Kaiserstraße die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gefährdet ist. „Um dem zu begegnen, haben Sie die Beschilderung mit dem Ziel optimiert, Schwerfahrzeuge nur noch als Lieferverkehr in Richtung Norden die Strecke befahren zu lassen. Damit sollte der gefährliche Begegnungsverkehr verhindert werden“, so Stolle-Warkotz. Es habe eine Verbesserung insbesondere dadurch gegeben, dass Buslinien nun nur noch in eine Richtung durchfahren. „Aber seit mehreren Monaten schon weisen wir Ihnen durch Übersendung der erfassten Verstöße gegen das Einfahrverbot nach, dass die bisher getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen.“

13 schwere Laster in einem Monat

Die Statistik weist für den August 83 Lastfahrzeuge aus, die rechtswidrig in Richtung Pestruper Straße unterwegs waren. Darunter befanden sich 13 schwere 40-Tonner und sechs Busse.

In die andere Richtung fuhren – ebenfalls verbotenerweise – 25 schwere Fahrzeuge. „Wenn eine Gefährdung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gegeben ist, so ist die Verwaltung verpflichtet, diesem durch wirksame Maßnahmen zu begegnen“, erklärt die Bi und fordert erneut eine bauliche Einfahrsperre vor der Einfahrt zur Wittekindstraße in Höhe der Huntestraße. „Diese ließe sich auch versenkbar gestalten, damit Einsatzfahrzeuge im Notfall passieren können. Man muss es nur wollen“, so Stolle-Warkotz. 

dr

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