Märchenstunde der besonderen Art

„Was sonst erzählt wird, das soll heute erklingen“

+
Die „schlauen Igel“ legten den schnellen Hasen beim Wettrennen herein.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Eine besondere Märchenstunde haben Eltern, andere Angehörige und Freunde der Musikschul-Früherziehungskinder am Sonnabendnachmittag im proppevollen Wildeshauser Kreismusikschulsaal erlebt.

Noch kurz vor Vorstellungsbeginn wurden zusätzliche Stühle angeschleppt. Wer trotzdem keinen Sitzplatz mehr fand, verfolgte das Konzert der „Kleinsten“ eben im Stehen.

„Was sonst erzählt wird, das soll heute erklingen“, verkündeten die Dozentinnen Monika Rauer, Ute Klitte und Petra Hollstein. Sie hatten die Vorschulkinder aus dem ganzen Landkreis in vier „Märchengruppen“ eingeteilt; jede einzelne führte jeweils ein Lied mit Gesang und verschiedenen Instrumenten sowie einen Tanz vor.

Der Nachwuchs durfte sein Publikum dabei auch ein wenig auf die Probe stellen. Ganz getreu dem Konzertmotto „Märchen musikalisch entdeckt“ mussten die Zuschauer stets erst einmal herausfinden, um welches Märchen es sich handelte.

Den Anfang machten die Vorschulkinder aus Sandkrug und Wardenburg unter der Leitung von Petra Hollstein. Zur Einstimmung sangen alle gemeinsam vor jedem Auftritt das „Rätsellied“: „Ich will wissen, ob ihr wisst, was das für ein Märchen ist“, hieß es darin.

Der erste große Auftritt der Kleinen

Glücklicherweise hatten sich die Kinder mit Igelkronen und Hasenohren passend zum Märchen verkleidet, was das Ratespiel ein wenig vereinfachte. „Der Has‘ ist schnell, aber wir sind schlauer“, gaben die Kinder dann noch einen Tipp. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bestand kein Zweifel mehr daran, dass es hier um die Geschichte „Der Hase und der Igel“ ging.

Die Kinder aus Harpstedt und Wildeshausen empfanden das Märchen „Der Däumling“ nach.

„Komm, wir werden Musikanten“ sang dagegen die erste Gruppe von Monika Rauer. Mit Handtrommel, Klanghölzern und Triangeln ahmten die Mädchen und Jungen dabei den stapfenden Esel, die schleichende Katze, den bellenden Hund und den krähenden Hahn von den Bremer Stadtmusikanten nach. Auch dieses Rätsel war schnell gelöst, nachdem die Kinder verraten hatten: „Esel und Hund, Katze und Hahn fangen ein neues Leben an.“

Einem ziemlich unbekannten Märchen widmeten sich hingegen die Harpstedter und Wildeshauser Kinder unter der Leitung von Ute Klitte. „Es war ein Wicht wie ein Daumen so klein, der legte selbst den Wolf herein“, lautete der Tipp zum „Däumling“. Im Anschluss an das passende Lied tanzte die Kinderschar einen lustigen Reigen, bei dem sie sich an bunten, zu einem Kreis gebundenen Tüchern festhielt.

Als letztes stürmten dann – wieder unter der Leitung von Monika Rauer – gefährlich aussehende Burschen und Mädchen mit aufgemalten Stoppelbärten und Cowboyhüten die Bühne. Die vierte Gruppe gab die Geschichte von den „Räubern von Toulouse“ zum Besten.

Im Anschluss standen Kaffee und Kuchen bereit. Außerdem konnten sich die Kinder für die Instrumenten-Schnupperstunden eintragen lassen.

Das Konzert, bei dem stets der noch ganz junge Nachwuchs seinen ersten großen Auftritt im Saal der Musikschule erlebt, krönt traditionell die zweijährige musikalische Früherziehung für die Vorschulkinder. Unterricht findet im ganzen Landkreis Oldenburg statt. Der Kurs beginnt für die Kinder zwei Jahre vor der Einschulung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Macht Müsli wirklich schlank? Die größten Diät-Lügen

Macht Müsli wirklich schlank? Die größten Diät-Lügen

Taifun "Hato" hinterlässt zwölf Tote in Südchina

Taifun "Hato" hinterlässt zwölf Tote in Südchina

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

Von diesen zehn Dingen haben Sie viel zu viel

Von diesen zehn Dingen haben Sie viel zu viel

Meistgelesene Artikel

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Von Zug erfasst: 56-Jähriger stirbt

Von Zug erfasst: 56-Jähriger stirbt

Holzhändler muss nicht ins Gefängnis

Holzhändler muss nicht ins Gefängnis

Bau eines Kunstrasenplatzes wird vorerst nicht realisiert

Bau eines Kunstrasenplatzes wird vorerst nicht realisiert

Kommentare