Warum in die Ferne schweifen? – Floating wird auch in der „Auszeit“ geboten

„Schweben auf dem Wasser bringt Tiefenentspannung“

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Fürs Foto schwebte Ria Schnitger im Bikini im Floating-Becken. Ansonsten wird auf Kleidung gänzlich verzichtet.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Das Wasser ist nur 25 Zentimeter tief, aber dennoch treibt Ria Schnitger ohne jede Bewegung an der Oberfläche – völlig schwerelos und entspannt – wie im „Toten Meer“. Aber sie liegt nicht im Meer, sondern im Floating-Becken des Wildeshauser Sport- und Wellness-Centers „Auszeit“.

Die Idee, in der Kreisstadt ein solches Becken anzubieten, hatte „Auszeit“-Investor Claus-Dieter Schmidt. Er wollte den Floating-Liebhabern weite Wege bis nach Hamburg oder Hannover ersparen, wo es ebenfalls angeboten wird.

„Beim Floating oder Floaten, was Schweben bedeutet, erfährt der menschliche Körper durch die hohe Konzentration des Salzes, die immerhin 27 Prozent beträgt, so viel Auftrieb, dass er frei und ohne jede Form der Atemtechnik oder Muskelkontraktion auf dem Wasser schwimmt“, erklärt der Betreiber der „Auszeit“, Marcell Görke. Dadurch werde ein Zustand der Schwerelosigkeit hergestellt, mit dem eine anhaltende Entspannung aller Muskelgruppen verbunden sei: „Durch das Schweben an der Wasseroberfläche kann der Körper eine Position einnehmen, die nur durch Floaten herzustellen ist und eben die Wahrnehmung der Schwerelosigkeit hervorruft.“

Ein Blick auf das Thermometer zeigt, dass das Salzwasser eine konstante Temperatur von 35 Grad hat. „Das entspricht der Außentemperatur der menschlichen Haut, die zwischen 34,8 und 35,2 Grad liegt“, erklärt Görke. Der Floating-Raum ist dunkel und still. Dadurch werden Gehirn und Nervensystem nicht durch Sinnesreize angeregt.

Da Skelett, Gefäße und Organe von der Einwirkung der Schwerkraft befreit seien, könne sich der Körper in eine spannungsfreie, natürliche Haltung ohne Verdrehung und Druckpunkte begeben. „Dadurch wird eine einzigartige, sehr einfach herstellbare Form der Tiefenentspannung erreicht“, so Görke.

Längst habe sich Floaten als ein zukunftsweisendes Instrument der Entspannungstechnik und Stressbewältigung erwiesen. „Immer mehr Menschen mit den unterschiedlichsten Erwartungen sind davon überzeugt. Mit dieser wirksamen Methode wünschen wir uns zukünftig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit interessierten Kooperationspartnern aus dem medizinisch-therapeutischen Bereich“, betont Görke. Durch Floaten könnten die Konzentrationsfähigkeit, Kreativität und Produktivität gesteigert werden. Außerdem komme es zur Entlastung von Wirbelsäule und Muskulatur.

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