Warteliste weiter lang

In Wildeshausen fehlen Krippenplätze und Besserung ist noch nicht in Sicht

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Warteliste für einen Krippenplatz: In Wildeshausen gibt es noch immer nicht genügend Gruppen für Kinder bis zu drei Jahren.

Wildeshausen – Wildeshausen wächst. Durch die neuen Baugebiete wird die Stadt für junge Familien immer attraktiver, sodass es hier viele Kinder gibt, die die Krippen und Kindergärten sowie die Schulen besuchen. Seit Jahren jedoch gelingt es der Stadt nicht, schon bei der ersten Betreuungsform genügend Plätze zur Verfügung zu stellen. Das lässt sich auch aus dem 25. Bericht der Kindergartenbedarfsplanung herauslesen, der am Donnerstag im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie vorgestellt wird.

Laut Bericht haben 37 Kinder im Alter unter drei Jahren bisher keinen Betreuungsplatz erhalten. Die Verwaltung verweist aber darauf, dass 74 Kinder innerhalb der kommenden Monate das dritte Lebensjahr vollenden und damit einen Anspruch auf einen beitragsfreien Kindergartenplatz haben. Die derzeit auf der Warteliste stehenden Jungen und Mädchen könnten also in die Krippengruppen nachrücken, wenn dort Plätze frei würden.

Diese Überlegungen sind jedoch teilweise eher theoretischer Natur, denn zumeist ist ein Wechsel von Krippe zu Kindergarten innerhalb der Einrichtung nicht wie gewünscht möglich. Derzeit kommt das nach Angaben der Verwaltung nur bei elf Kindern in Frage.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen dem derzeitigen Bericht zufolge bei der Krippenversorgung in Wildeshausen weit auseinander. Die Politik hat eine Betreuungsquote von 60 Prozent vorgesehen. Es ergibt sich somit ein rechnerischer Bedarf von 252 Betreuungsplätzen. Mit Fertigstellung der Großtagespflegestelle im Baugebiet „Beim grauen Immen-thun“ mit maximal 20 Plätzen und der geplanten Kindertagesstätte Weizenstraße stünden lediglich 210 Plätze zur Verfügung. Damit würde sich die Versorgungsquote von 42 auf 50 Prozent erhöhen. Die neue Einrichtung an der Weizenstraße dürfte jedoch wohl erst in knapp zwei Jahren in Betrieb gehen.

Deutlich besser ist die Situation in den Kindergärten sowie Horten. Rechnerisch könnten in Wildeshausen alle Jungen und Mädchen betreut werden, allerdings steht nicht immer die gewünschte Einrichtung zur Verfügung. „In den Wildeshauser Kindergartengruppen werden derzeit 20 schulpflichtige und 43 auswärtige Kinder betreut“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Plätze in der Kita an der Weizenstraße stellt sich die Versorgungsquote nach Inbetriebnahme wieder positiver dar.“

Im Hortbereich gibt es noch freie Plätze. Die Einrichtung der Johanniter in der St.-Peter-Schule hat zwölf von 32 Plätzen frei. Das Angebot könnte sogar auf 40 Plätze erweitert werden. Der städtische Kinderhort ist mit seinem 20 Plätzen jedoch voll belegt. Drei Kinder stehen auf der Warteliste.

Sollte die Politik weitere Betreuungsplätze planen, müsste das im Haushalt dargelegt werden. Doch schon jetzt liegt das veranschlagte Budget für 2020 für die Kindergarten- und Krippenplätze, die Hortplätze und die Plätze in der Großtagespflegestelle bei knapp vier Millionen Euro. Das sind 500 000 Euro mehr als im Vorjahr und resultiert aus den Einrichtungs- sowie Betriebskosten für die neue Kindertagesstätte und den Betriebskosten für die Großtagespflegestelle.

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