200 Jahre altes Gebäude erworben 

Walter Schmidt haucht Remise jetzt neues „Leben“ ein

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200 Jahre alte ist die Remise, die der neue Besitzer sanieren lässt. 

Bargloy - Von Joachim Decker. Über längere Zeit hat eine rund 200 Jahre alte Wagenremise in Bargloy für reichlich Unmut gesorgt, da das unter Denkmalschutz stehende Gebäude immer mehr zerfallen ist. Damit aber soll es jetzt vorbei sein, denn der Bargloyer Walter Schmidt hat die Remise von Siegfried Hüffermann erworben und will ihr schon bald neues „Leben“ einhauchen lassen.

Erste Schritt wurden bereits unternommen – der Bau abgesperrt und vom Einsturz bedrohte Teile gesichert sowie abgestützt, um möglichst viel von der alten Substanz erhalten zu können. „Das Gebäude muss bestehen bleiben“, betonte Schmidt auf Nachfrage. Er habe die Ausführung der Sanierung an Architekt Wolfgang Behrends abgegeben: „Eventuell lasse ich neben dieser Remise noch eine Art Backhaus bauen, um dem Areal ein ansprechendes Aussehen zu verleihen.“ Was aber muss der neue Besitzer investieren, bis alles so ist, wie es sein soll? „Das kann ich wirklich nicht sagen, das müssen wir abwarten, was am Ende rauskommt.“

Wie Schmidt weiter erzählt, habe er mit der Denkmalschutzbehörde bereits alles abgeklärt, sodass nun die Arbeiten beginnen können: „Wir müssen und werden uns natürlich strikt an diese Vorgaben halten.“

Das bestätigte auch der Leiter der Bau- und Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg, Peter Nieslony. Es sei nun keine unerwünschte Entwicklung mehr zu erwarten: „In puncto dieser Remise ist zum Glück alles geklärt. Es ist jetzt wichtig, eine Bestandsaufnahme zu machen, um Materialien zu sichten, die noch verbaut werden können.“ Alles andere könne natürlich weg: „Wir sind sehr daran interessiert, dass die alte Remise erhalten bleibt und nun alles zeitnah über die Bühne geht. Das Thema zieht sich ja schon über Jahre hin.“

Zum zeitlichen Ablauf oder gar zum Ende der Sanierung konnte Behrends noch keinerlei Angaben machen: „Wir sind ja jetzt erst am Anfang. In der kommenden Woche werden wir zunächst ein Aufmaß machen, um zu ermitteln, was noch an Bestand vorhanden ist. Schließlich gibt es für diese Remise ja keinerlei Zeichnungen mehr.“ Aufbauend auf dieser Bestandsaufnahme würde dann das weitere Vorgehen geplant: „Das Gebäude wird nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz am Ende wieder so aussehen, wie es einmal war.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Unstimmigkeiten zwischen dem ehemaligen Besitzer, dem die Auflagen zu hoch waren, und der Behörde gegeben. „Schon 2007 haben wir die denkmalrechtliche Genehmigung für die Sanierung erteilt“, so Nieslony im Sommer. Aber es habe sich nie etwas getan: „Dann haben wir die Sache wohl etwas aus den Augen verloren.“

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