Wildeshausen-Festival

Tausende strömen am Sonntag zu „Genuss am Fluss“

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So voll war es am Sonntag vor der Bühne bei „Genuss am Fluss“. Auch die Aussteller waren zufrieden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Ein perfekter Sonntag mit einigen Tausend Besuchern, toller Musik, gut gelaunten Künstlern und vielen interessanten Ausstellern sorgte dafür, dass die Organisatoren von „Genuss am Fluss“ an der Hunte total entspannt eine erste Bilanz des dreitägigen Festivals ziehen konnten und gerne daran denken, in zwei Jahren eine Neuauflage anzugehen.

„Mit den Leuten kommt die Zuversicht“, brachte es Mitorganisator Torsten Koschnitzke bereits am Sonntagmittag auf den Punkt. Da schien die Sonne, und bereits eine halbe Stunde vor Öffnung der Kassen hatte sich eine lange Warteschlange gebildet. Ganz wichtig, denn „mehr als 50 Prozent ist das Wetter entscheidend für einen Erfolg“, so Koschnitzke, der das Festival zusammen mit Stefan Iken sowie Rebecca Breuer auf die Beine gestellt hatte.

Der Samstag - eine „Katastrophe“

Zwar begann es am Freitag regnerisch, doch das hielt rund 2500 Menschen nicht ab, auf das Gelände zu kommen, um „Gordon“ und Wincent Weiss zu hören. Zum Sonnabend fiel Koschnitzke nur das Wort „Katastrophe“ ein. Der Regen hielt einige davon ab, zum Festival zu kommen. Ganz so schlimm wie eine Katastrophe war es dann aber auch nicht. Viele Aussteller sprachen dennoch von einer guten Resonanz. „Wer an die Leute herantrat, konnte auch Geschäfte machen“, so Koschnitzke. Und Iken freute sich über eine „gut gefüllte Tanzfläche“ beim Auftritt der „Atomic Playboys“, die gar nicht mehr aufhören wollten zu spielen und erst um 0.30 Uhr die Bühne verließen.

Dennoch: Sonntagfrüh sei die Stimmung schon sehr gedämpft gewesen, sagt Koschnitzke. Schließlich habe man viel Arbeit in das Projekt gesteckt. „Und es lebt nun einmal davon, dass die Leute kommen und Spaß haben.“

Ältere Menschen zeigen keine Berührungsängste mit Technik

Das hatten dann ab spätem Vormittag aber sehr viele Besucher, die dafür sorgten, dass alle auf ihre Kosten kamen. Der Biergarten war durchgehend gefüllt, vor der Bühne gab es nur wenige freie Plätze, als nacheinander „Shreveport Rhythm“, „Jörg Hegemann & His Rhythm Kings“ sowie das Kaffeeorchester spielten.

„Genuss am Fluss“ am Sonntag

An den Ständen freuten sich die Aussteller über einen guten Besuch. Ob hochwertiger Schmuck, interessante Deko-Ideen, ausgefallene Speisen oder neuste Hörsysteme und Brillenmode – die Leute zeigten sich in Kauflaune. Bei Euronics XXL konnten die Besucher beispielsweise in virtuelle Welten eintauchen. Fabian Meier setzte ihnen die Brillen auf und stellte fest: „Auch ältere Menschen haben hier keine Berührungsängste.“

Veranstaltungen ergänzen sich optimal

Gleich nebenan fragte ein Händler „Schon kalte Füße? Bei uns gibt es Glühwein!“ Während das am Sonnabend sicherlich oft das Getränk der Wahl war, konnte man am Sonntag zum Kaltgetränk greifen und Craft-Beer testen.

Unter dem Strich ergänzten sich der Tag des offenen Denkmals in und um die Kirche, die Präsentation der Kommunen des Zweckverbandes Naturpark Wildeshauser Geest und „Genuss am Fluss“ nahezu ideal. Für die meisten Besucher war es deshalb auch völlig selbstverständlich, einen Eintrittspreis zu entrichten. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Wege trotz Regens mit Stroh bedeckt sind, ein Sicherheitsdienst für Ordnung sorgt sowie interessante Bands auf die Bühne treten und die Veranstalter nicht mit einem dicken Verlust aus dem Festival herausgehen.

„Genuss am Fluss“ am Samstag: „Atomic Playboys“ rocken ab

Wincent Weiss überzeugt bei „Genuss am Fluss“

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